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Was wird aus der Bautzener Südumfahrung?

Die Umgehung der Spreestadt endet bisher an der Neukircher Straße. Bevor die Planung weitergeht, wird erst an anderer Stelle der Verkehr gezählt.

Von Madeleine Siegl-Mickisch

Der erste Bauabschnitt der Bautzener Südumfahrung wurde Mitte Juni 2007 freigegeben. Seitdem rollt der Verkehr über den zwei Kilometer langen Abschnitt zwischen dem Kreisverkehr bei Dreistern und der Neukircher Straße. Doch sieben Jahre später ist der weitere Bau der Trasse in Richtung Bundesstraße 96 bei Ebendörfel immer noch in weiter Ferne. Zwar ist dieser zweite, rund sechs Kilometer lange, Bauabschnitt im Landesverkehrsplan des Freistaates nach wie vor in der Dringlichkeitsstufe 1 eingeordnet, wie Florian Schaefer, Pressesprecher im Wirtschaftsministerium, bestätigt. Das sei ein klares Bekenntnis des Freistaates zu dem Bauvorhaben.

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Allerdings bedeutet die Einordnung nur, dass der Bau bis zum Jahr 2025 erfolgen soll. Ein Baustart ist derzeit noch nicht in Sicht, und auch die Planung ist noch nicht fertig. Zwar gibt es einen genehmigten Vorentwurf, doch der muss nun aktualisiert werden.

Denn bei der weiteren Planung muss berücksichtigt werden, wie sich die im Dezember 2013 eröffnete Bautzener Westtangente auf die Verkehrsströme auswirkt, so Florian Schaefer. Das wird laut Ministerium erst im nächsten Jahr in einer Straßenverkehrszählung ermittelt. Auf Basis dieser Daten soll dann eine Verkehrsprognose für die Südumfahrung erstellt werden. Erst danach wird weiter geplant. Dann folgt noch das umfangreiche Planfeststellungsverfahren, in dem auch Behörden, Verbände und Anlieger angehört werden. Erst am Ende dieses Verfahrens kann Baurecht für das Vorhaben erlangt werden.

Noch gar keine Planung gibt es für den dritten Abschnitt, der einmal von der B 96 bei Ebendörfel bis zur B 6 bei Auritz führen soll. Diesen Abschnitt hatte der Freistaat bereits einmal gestrichen, dann aber doch wieder in den Landesverkehrsplan aufgenommen. Dort steht er nun mit Dringlichkeitsstufe 2, das heißt, er wird erst nach 2025 in Angriff genommen.