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Bautzen

Was wollten die Einbrecher bei der Sparkasse?

In den sechs betroffenen Filialen läuft wieder der übliche Geschäftsbetrieb. Die Hintergründe der Tat bleiben rätselhaft.

In den sechs betroffenen Filialen läuft wieder der übliche Geschäftsbetrieb.
Die Hintergründe der Tat
bleiben rätselhaft.
In den sechs betroffenen Filialen läuft wieder der übliche Geschäftsbetrieb. Die Hintergründe der Tat bleiben rätselhaft. © Steffen Unger

Bautzen. Montagmorgen, 9 Uhr. Alle Filialen der Kreissparkasse Bautzen öffnen ihre Türen, die ersten Kunden gehen zu den Schaltern. Auf den ersten Blick ein ganz normaler Beginn des täglichen Geschäftslebens. Doch beim zweiten Blick fällt auf, dass einige Kunden ihr Gegenüber nicht nur nach einem Überweisungsbeleg fragen. Sondern beispielsweise „Wurde bei Ihnen auch eingebrochen?“ oder „Wissen Sie schon was über die Täter?“.

Auf die erste Frage konnten die meisten Sparkassenmitarbeiter mit Nein antworten – bis auf die sechs Filialen, in denen zwischen Mittwochabend und Freitagfrüh vergangener Woche Unbekannte Büros verwüsteten oder dies zumindest versuchten. Auf die zweite Frage nach den Tätern gab es am Montag noch keine Antwort. Weder von der Kreissparkasse selbst noch von der Polizei. Die Beamten ermitteln unter Hochdruck, hieß es auf SZ-Anfrage von der Polizeidirektion Görlitz.

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Offen bleibt, ob es die ungebetenen Gäste auf Bargeld abgesehen hatten oder möglicherweise auf Geschäftspapiere des Kreditinstituts. Sollte Geld das Ziel gewesen sein, wäre dies klar verfehlt worden. Es fehlte nämlich kein einziger Cent, sagte eine Sparkassensprecherin schon am Freitag. Auch waren keine Geldautomaten aufgebrochen worden, dafür aber Schränke und Schreibtische.

Am Montag gab es aber keine Auskunft auf die Frage, ob seit den Einbrüchen irgendwelche Unterlagen oder sonstigen Papiere der Kreissparkasse fehlen. Das kann zweierlei bedeuten: Entweder wurde seit Freitag noch nicht der gesamte Bestand an Unterlagen sortiert und durchgesehen – oder es gibt Erkenntnisse, die aber nicht bekannt gegeben werden. Jede öffentliche Information könnte den Tätern helfen. Insofern bleibt offen, ob es vielleicht schon eine heiße Spur gibt.

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Die Eindringlinge hatten es jedenfalls nicht auf die Zentrale der Kreissparkasse abgesehen, sondern auf kleinere Zweigstellen in den Bautzener Stadtteilen Gesundbrunnen und Allendeviertel sowie in Bischofswerda, Wilthen, Neukirch (Lausitz) und Sohland (Spree). Andere Kreditinstitute waren von der Einbruchsserie nicht betroffen. Die Unbekannten hatten sich die Schließung der Filialen am Reformationstag zunutze gemacht.

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