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Wasserburg soll neu gestaltet werden

Seit Jahren versuchen die Luchauer, ihr Kleinod hübsch zu machen. Es fehlte aber das Geld dazu. Nun soll Brüssel helfen.

© Frank Baldauf

Von Maik Brückner

Auf die Wasserburg in Luchau ist nicht nur Ortsvorsteher Heiko Herrmann stolz. Auch andere Dorfbewohner wissen um den kleinen Schatz, den man da hat. „Unsere Wasserburg ist ein gut erhaltenes Bodendenkmal“, sagt Herrmann. So gut es geht, haben die Luchauer diese frühgeschichtliche und 1,5 Hektar große Wehranlage gepflegt und gehegt. Doch so richtig zufrieden ist der Ortsvorsteher nicht. Denn das Areal außerhalb der Burg ist nicht gerade ansehnlich. Ihn stören vor allem die Garagen, die zwischen der Burg und der Ortsdurchfahrt stehen. „Sie sind nicht ansehnlich“, sagt der Ortschef. Ihre eigentliche Bedeutung haben sie längst verloren. Dort stehen keine Autos mehr drin. Vielmehr dienen sie als Lager. Und auf die könnte man verzichten. Im Glashütter Rathaus sieht man das ähnlich. Dort hat man schon begonnen, das Areal neu zu planen. Dazu gehört nicht nur der Abriss der Garagen, sondern auch das Anlegen eines befestigten Weges und das Aufstellen einer Informationstafel, die über die Entstehung der Wehranlage berichtet. Den Plan dazu gibt es schon lange. Nun aber macht man sich in Luchau Hoffnung, dass er realisiert werden kann. Denn die Europäische Kommission hat mit „Leader“ ein neues Förderprogramm für die ländlichen Regionen auf den Weg gebracht. Glashütte möchte erneut daran teilnehmen. Bereits im Dezember hat der Stadtrat beschlossen, dass Glashütte weiterhin Mitglied im Fördergebiet Silbernes Erzgebirge bleibt. Zudem erklärte der Rat, dass man die Grundziele des Programms akzeptiere und sich aktiv an der Umsetzung beteiligen werde. Und das bedeutet auch, dass sich Glashütte an der Finanzierung des Regionalmanagements beteiligt. Dieses soll auch weiterhin das Förderprogramm im Silbernen Erzgebirge steuern. Die Uhrenstadt wird jährlich einen Festbetrag in Höhe von 500 Euro zahlen, da sie mehr als 5 000 und weniger als 10 000 Einwohner hat. Städte, die größer sind, zahlen mehr, kleine Kommunen weniger. Auf diese Grenzen habe sich der hiesige Koordinierungskreis im November verständigt, informierte Bürgermeister Markus Dreßler (CDU). Im Stadtrat gab es gegen das Vorgehen keinen Widerspruch. Ganz im Gegenteil. Schließlich hat die Stadt in der gerade auslaufenden Ile-Förderperiode von den Zuschüssen aus Brüssel profitiert. Rund 4,2 Millionen Euro flossen zwischen 2007 bis 2014 in die Uhrenstadt, unter anderem in den gegenwärtig noch laufenden Ausbau der Feldstraße. Um jetzt keine Zeit zu verlieren, hat der Stadtrat die ersten Schritte unternommen, um Fördergeld in die Stadt zu lenken. Die Abgeordneten haben sich auf Maßnahmen verständigt, die in den nächsten sechs Jahren mithilfe von Leader-Fördermitteln realisiert werden sollen. Auf der Liste finden sich 14 Vorhaben. Für einige, wie den Festplatz in Dittersdorf oder den Neubau der Straßenbeleuchtung in Schlottwitz, liegen bereits Entwurfspläne vor. Für andere Projekte, wie den Bau eines Vereinshauses in Frauendorf und Umgestaltung des Cunnersdorfer Jugendklubs gibt es erste Überlegungen.

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Außenanlagen des Klubhauses Die Sanierung des Klubhauses Hausdorf wurde viel teurer als erwartet. Die Neugestaltung des Außengeländes war nicht Teil des Projektes. Die soll nun 2016 mit EU-Geld in Angriff genommen werden.
Außenanlagen des Klubhauses Die Sanierung des Klubhauses Hausdorf wurde viel teurer als erwartet. Die Neugestaltung des Außengeländes war nicht Teil des Projektes. Die soll nun 2016 mit EU-Geld in Angriff genommen werden. © Frank Baldauf
Treppe zur Feldstraße Seit letztem Jahr wird die Feldstraße in Glashütte auf Vordermann gebracht. Für die Treppe zur Emil-Lange-Straße hat das Geld nicht gereicht. Diese soll nun mit Leader-Geld saniert werden.
Treppe zur Feldstraße Seit letztem Jahr wird die Feldstraße in Glashütte auf Vordermann gebracht. Für die Treppe zur Emil-Lange-Straße hat das Geld nicht gereicht. Diese soll nun mit Leader-Geld saniert werden. © Frank Baldauf
Die frühgeschichtliche und 1,5 Hektar große Luchauer Wasserburg ist etwas Besonderes. Das weiß auch Ortsvorsteher Heiko Herrmann. Seit mehreren Jahren bemüht man sich im Ortsteil, das Areal aufzuwerten. Das soll nun mit Geld aus Brüssel gelingen. Foto: Fr
Die frühgeschichtliche und 1,5 Hektar große Luchauer Wasserburg ist etwas Besonderes. Das weiß auch Ortsvorsteher Heiko Herrmann. Seit mehreren Jahren bemüht man sich im Ortsteil, das Areal aufzuwerten. Das soll nun mit Geld aus Brüssel gelingen. Foto: Fr © Frank Baldauf