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Wasserfontänen statt Springbrunnen

Die Tage des Springbrunnens am Wasserturm in Weißwasser sind gezählt. Über Entwürfen für eine attraktive Neugestaltung beriet der Bauausschuss.

Nach der Vor-Ort-Begehung diskutierten OB Torsten Pötzsch (2.v.re.) und der Bauausschuss Ideen für die Neugestaltung am Wasserturm. Attraktiv soll es werden – mit einem Stadtwappen.
Nach der Vor-Ort-Begehung diskutierten OB Torsten Pötzsch (2.v.re.) und der Bauausschuss Ideen für die Neugestaltung am Wasserturm. Attraktiv soll es werden – mit einem Stadtwappen. © Constanze Knappe

Weißwasser. Der Springbrunnen an Weißwassers Wahrzeichen, dem Wasserturm, bräuchte eine Generalüberholung. Mehr als 2.000 Euro steckt die Stadt jedes Jahr allein in Instandsetzungsarbeiten, um den Brunnen überhaupt am Laufen zu halten. Da sind die Kosten für die Abdichtung des Beckens noch gar nicht dabei. Das war in den vergangenen Jahren schon gar nicht mehr gemacht worden.Inzwischen ist klar: Die Brunnenanlage an einem von Weißwassers schönsten Plätzen wird nicht etwa modernisiert, sondern gänzlich neu gestaltet. 

Zu dem Wie stellte Planerin Kerstin Große vom Büro Grünzeug aus Dresden am Donnerstag dem Bau- und Wirtschaftsausschuss des Stadtrats (BWA) einen Entwurf vor. Dazu traf man sich in der Schwimmhalle – nach einer Vor-Ort-Besichtigung am Brunnen. Bezogen auf das Betonbecken des Springbrunnes brachte es Hartmut Schirrock (Klartext) auf den Punkt: „Wir sind uns einig, dass wir die Badewanne nicht mehr haben wollen.“ Bis heute arbeitet der Brunnen mit Wasserpumpen aus dem Jahr 1979. Das Becken wurde schon in den 30er-Jahren gebaut. Mit 25 Metern ist es genauso lang wie das in der Schwimmhalle nebenan, nur nicht so breit und nicht so tief. „Als die Altvorderen das gebaut haben, war die Stadt noch nicht so arm dran“, so Schirrock.

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Das marode Betonbecken wird abgerissen. Geplant ist, stattdessen auf gerader Fläche Düsen zu installieren für einen ebenerdigen Fontänenverlauf. Ob gerade oder versetzt, wird noch zu klären sein. Ebenso, ob vier oder acht Düsen. Das Material der Fläche soll sich vom Weg um den Brunnen abgrenzen. Und, so eine Idee aus den Reihen des Ausschusses, ein Stadtwappen wäre auch ganz schön! Anhand der vielen Hinweise soll die Planerin jetzt eine detaillierte Kostenschätzung erarbeiten.

Bisher ist von 110.000 Euro die Rede. Es könnte auch teurer werden. „Wir müssen entscheiden, ob wir mehr Geld ausgeben und woher wir das nehmen wollen“, so Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext). Dass die Maßnahme bis Jahresende erledigt sein muss und ob man Baufirmen findet, wird eine Herausforderung. Finanziert werden soll das Vorhaben aus den Ausgleichsbeiträgen der Eigentümer im Fördergebiet „Soziale Stadt“. Bei vorzeitiger Zahlung erhalten sie 20 Prozent Nachlass. Zudem kann die Stadt dieses Geld in eigene Projekte stecken – die Ausgleichsbeiträge vom Boulevard/Görlitzer Straße eben in das Vorhaben Brunnen.

„Für Kinder wird es eine Erfrischung, wenn sie durch die Wasserfontänen rennen können“, blickt der OB voraus. Bei der Maßnahme geht es zunächst nur um den Ersatz für den Brunnen. Die übrige Gestaltung sei perspektivisch ins Auge zu fassen, sagte er. Zumal der neue Pächter des lange geschlossenen Bistros an der Schwimmhalle draußen noch mehr machen möchte.Die Stadt Weißwasser betreibt noch drei weitere Springbrunnen: den Glasmacherbrunnen vor dem Bahnhof, den Brunnen am Boulevard sowie einen am Markt. Bei letzterem hat ein Wasserschaden die Technik zerstört. Die Reparatur kostet 2.500 Euro. Im Frühjahr 2021 soll der Brunnen am Markt wieder funktionsfähig sein.

Täglich kontrollieren die Mitarbeiter des Wirtschaftshofs der Stadt die Brunnen und beseitigen dabei Flaschen, Scherben, Müll und Zigarettenkippen. Und das, obwohl es in Weißwasser 267 Abfallbehälter gibt. Besonders schlimm sei es am Boulevard. „Senioren trauen sich ja kaum noch, sich an den Brunnen zu setzen“, so Dirk Zimmer, der Leiter des Wirtschaftshofs.

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