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Großenhain

Wassermangel in der Röder

Nur ein Viertel der normalen Menge kommt derzeit im Pegel Großenhain-Kleinraschütz an. Die Flussmeisterei bleibt gelassen.

Niedrigwasser in der Großen  Röder in Großenhain.  Foto: Anne Hübschmann
Niedrigwasser in der Großen Röder in Großenhain. Foto: Anne Hübschmann © Anne Hübschmann

Landkreis Meißen. Die Hitze der vergangenen Tage schlägt sich auch im Wasserstand der Großen Röder nieder, die das Großenhainer Land von Ost nach West durchfließt. Dieser Wasserstand ist zwar noch nicht so dramatisch wie in der Schwarzen Elster. Die ist in Senftenberg in dieser Woche ganz trockengefallen. Doch vom Jahresmittel an Wasser – vier Kubikmeter in der Sekunde am Messpunkt Kleinraschütz – kommt in der Röder laut Umweltamt des Freistaates derzeit nur fast exakt ein Viertel an.

Im Mai wurde der Monatsdurchschnitt noch zur Hälfte erfüllt, im Juni sind es bisher nur 34 Prozent. Die Landestalsperrenverwaltung stellt stündlich die aktuellen Werte ins Internet. Unter www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/hwims/portal/web/wasserstand-uebersicht kann man eine Karte einsehen. Dort ist Niedrigwasser eindeutig gekennzeichnet. Doch noch sieht sich die Talsperrenmeisterei nicht in der Pflicht, irgendwie einzugreifen. „Alles, was kommt, fließt weiter, wir regulieren derzeit nicht“, so eine Sprecherin auf SZ-Nachfrage.

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Doch die Pegelstände gehen vermutlich weiter zurück, so LfULG-Sprecherin Karin Bernhardt. „Die mittelfristigen Wettervorhersagen lassen jetzt hinein keine größeren Niederschläge erwarten. Somit ist zumindest für die nähere Zukunft mit einer weiteren Verschärfung der Abflusssituation zu rechnen.“ Auch die Grundwasserstände gehen zurück. Laut Bernhardt liegen sie gerade durchschnittlich 46 Zentimeter unter Normalwert.

Doch Sachsens Trinkwassertalsperren sind noch bestens gefüllt. Und es gibt kein Verbot wie im Vorjahr, kein Wasser aus öffentlichen Flüssen und Seen zu entnehmen bzw. abzuleiten.

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