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Wassertreten mit Verspätung

Die WG Fortschritt hat die Kneippanlage in Döbeln Ost eröffnet. Alles ist für die Gesundheit noch nicht möglich.

Tino Hüttner, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt, und Karin Willkommen haben am Dienstag das Kneippbecken in Döbeln Ost eingeweiht.
Tino Hüttner, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt, und Karin Willkommen haben am Dienstag das Kneippbecken in Döbeln Ost eingeweiht. © Dietmar Thomas

Döbeln. Karin Willkommen watet mit hochgekrempelten Hosenbeinen durch das Becken. „Der Storch steigt“, sagt sie fröhlich, als sie mit hochgezogenen Knien die Unterschenkel ins Wasser tunkt.

Mit reichlich Verspätung ist am Dienstag die Kneipp-Anlage der Wohnungsgenossenschaft Fortschritt am Wohnpark Unnaer Straße eröffnet worden. Sonst war das schon immer Ende März/Anfang April mit der Umstellung auf die Sommerzeit, sagte Elke Makk von der WG. „Wir hatten bei der Eröffnung schon drei Grad. Da war es im Wasser wärmer als draußen.“

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In der Ecke des Wohnpark hat die WG für alle, die es nutzen wollen, hingestellt, was fürs „Kneippen“ gebraucht wird. Neben Wassertreten gehören auch Heilpflanzen dazu. Rechtzeitig sind in privater Initiative die Hochbeete an der Anlage bepflanzt worden. Minze, Salbei und Thymian und andere Pflanzen wachsen dort. Auch ein Sinnespfad war angelegt worden. Kneipp empfahl seinerzeit das Barfußlaufen.

Wasser fürs Gießen

„Das Kneippbecken wird rege genutzt“, sagte Karin Willkommen. Die 78-Jährige kümmert sich um die Anlage. Jeden Freitag wird das Wasser abgelassen und fürs Gießen verwendet. Am Montag kommt neues hinein. Damit sollen auch übers Wochenende Kinder ferngehalten werden, die das Becken zum Baden nutzen. Das sei gefährlich. „Das Wasser ist nicht gechlort und sie können stürzen“, so Willkommen.

Der Mehrgenerationensportplatz, der dem Döbelner SC gehört und der von der WG-Fortschritt betreut wird, kann auch schon wieder für die verschiedenen Aktivitäten der Mitglieder der Wohnungsgenossenschaft genutzt werden. Die Mitglieder der verschiedenen Sportgruppen treffen sich auf dem Gelände. In Räumen ist das Sporttreiben noch nicht möglich. „Draußen können die nötigen Abstände eingehalten werden“, sagte Elke Makk. Für andere Nutzer sei die Anlage aber noch nicht offen. „Man sieht öfter Großeltern, die gern mit ihren Enkeln hineingehen würden. Aber es geht noch nicht. Wir müssten die Geräte jedes Mal desinfizieren“, sagte Karin Willkommen.

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