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Wie der Wasserturm groß rauskommt

Der Großsedlitzer Turm war mal wichtig, wurde vergessen und steht nun wieder im Mittelpunkt.

So sehen die ersten Ideen für das Wasserturm-Areal aus.
So sehen die ersten Ideen für das Wasserturm-Areal aus. © Visualisierung: Planungsbüro Kasparetz-Kuhlmann

Türme haben was. Sie sind weithin zu sehen und man kann von ihnen weit in die Landschaft sehen. Der Großsedlitzer Turm ist zwar nicht zum Gucken gebaut worden, sondern für die Wasserversorgung, aber nun steht seine zweite Karriere bevor. Einen ersten Vorgeschmack darauf gab es zum Tag des offenen Denkmals im September. Da standen die Leute bis zu einer Stunde Schlange, um über eine Steigleiter in seinem Inneren hinaufzuklettern und von dort den Ausblick zu genießen. Und sie sollen in Zukunft noch mehr genießen können. Der Weg ist noch lang, ein erster Schritt wird jetzt gegangen. Und wie immer beginnt es mit einem Konzept.

Dafür gibt es sogar Fördermittel, die beantragt wurden und nun gewährt werden. Kurz nach dem Bescheid darüber hat sich die Arbeitsgruppe "Betriebs- und Nutzungskonzept Wasserturm" das erste Mal zusammengesetzt.  Ihr gehören die Planer und vor allem interessierte Bürger an, die bereits 2018 Gedanken entwickelten. Es geht um Wege für Radler und Wanderer, Sitzmöglichkeiten, Toiletten, eine Doppelschaukel mit Talblick und ein kleines Theater. Informationstafeln sollen wie zum Tag des offenen Denkmals dann ständig Auskunft über die Geschichte geben. Daran wird im Wesentlichen festgehalten. Konkrete Festlegungen gibt es nach dieser ersten Sitzung jedoch noch nicht, sagt die Stadt. 

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Das soll sich voraussichtlich im Mai ändern. Dann trifft sich die Arbeitsgruppe zu ihrer nächsten Beratung. Wann das Konzept vorliegt, ist genau so offen wie der Termin für die Umsetzung. Dafür nämlich muss dann auch Geld da sein bzw. beantragt werden. Klar aber ist schon, dass auch zum Tag des offenen Denkmal in diesem Jahr der Wasserturm wieder öffnen soll. 

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Der Großsedlitzer Hochbehälter ist mehr tief als hoch und die Baustelle sieht größer aus, als sie ist. Und das alles fürs Trinkwasser.

  • Der Turm wurde 1949 geplant. 1950 begann der Bau, ein Jahr später war die Einweihung.
  • Bis 1999 versah er seinen Dienst als Wasserversorger für Großsedlitz.
  • 2007 öffnete er das letzte Mal zum Denkmalstag, 2019 erstmals wieder.
  • 2018 kaufte die Stadt den Turm für einen Euro und wurde im Entwicklungskonzept für Klein- und Großsedlitz das erste Mal von einem Freizeit- und Kulturareal rund um den Turm gesprochen.
  • Obwohl immer von Großsedlitzer Wasserturm gesprochen wird, liegt er auf Kleinsedlitzer Flur. 

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