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Hitzesommer lässt Wasserrohre bersten

Der Sommer 2018 führte in Ebersbach-Neugersdorf zu erheblichen Schäden. Andere Kosten sparte er aber ein.

Das neue Wasserwerk in Ebersbach-Neugersdorf.
Das neue Wasserwerk in Ebersbach-Neugersdorf. ©  Archivfoto: Rafael Sampedro

Der Hitzesommer von 2018 ist nun auch in den kommunalen Haushalten angekommen. Das zeigte die Beratung zum Jahresabschluss der Süd-Oberlausitzer Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungs-GmbH (Sowag) am Montagabend im Stadtrat von Ebersbach-Neugersdorf. "Wir haben mehr Wasser verkauft als sonst", trug Bürgermeisterin Verena Hergenröder (parteilos) vor. Um die fünf Prozent sei der Wasserverbrauch 2018 gestiegen, die Wasserförderung des örtlichen Wasserwerks gar um sieben Prozent.

"Der höhere Wasserverbrauch hat uns zu schaffen gemacht", sagt Hergenröder. Größtes Problem war dabei ein erhöhter Wasserschwund, Hauptursache dafür seien Rohrbrüche gewesen. Das heiße Wetter und die ausgetrockneten Böden hätten Rohrbrüche begünstigt und dadurch sei es im Ebersbach-Neugersdorfer Wassernetz zu wesentlich mehr Schäden dieser Art gekommen als in Vergangenheit.

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"Wir haben 2018 über 15 Kilometer Rohrleitung ausgetauscht", erklärte die Bürgermeisterin. Normalerweise würde man jährlich zehn bis zwölf Kilometer Rohre auswechseln. Bei einem Rohrleitungsnetz von gut 1.000 Kilometer Länge dauere es so etwa 100 Jahre, bis alle Leitungen erneuert seien. Viele Wasserrohre in der Kommune hätten auch tatsächlich eine so lange Lebensdauer. "Es gab aber leider auch Jahre, in denen Rohre verlegt wurden, die keine 60 Jahre halten", so die Bürgermeisterin. Das betreffe überwiegend den Ortsteil Neugersdorf.

Wegen erheblich gestiegener Baukosten seien auch die Arbeiten für den Austausch der Rohrleitungen teuer gewesen. Das und andere Investitionen in der Wasserver- und -entsorgung haben den Jahresüberschuss der Sowag erheblich sinken lassen von 990.000 Euro auf nurmehr 194.000 Euro im Jahr 2018. Der Hitzesommer habe aber auch seine Vorteile gehabt. Weil 2018 Starkregenereignisse ausblieben, habe die Kläranlage energie- und kostengünstig arbeiten können. An den Wasserkosten für die Verbraucher ändert sich nichts. Der Wasserpreis sei wegen des anhaltenden Einwohnerschwundes ohnehin recht hoch kalkuliert.

Der Stadtrat von Ebersbach-Neugersdorf beschloss einstimmig den Sowag-Jahresabschluss. 

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