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Weesenstein steht vor dem Kollaps

Die Straße gesperrt, der Zug fährt nicht mehr: Ein Wirt macht sich Sorgen und hat eine dringende Bitte.

Die Straße ist gesperrt, die Bahn fährt nicht mehr: Weesenstein ist nur schwer erreichbar.
Die Straße ist gesperrt, die Bahn fährt nicht mehr: Weesenstein ist nur schwer erreichbar. © Archiv: Förster

Die Straße zwischen Mühlbach und Schlottwitz ist wegen Bauarbeiten gesperrt und nun fährt auch der Zug nicht mehr, nachdem die Städtebahn in der Nacht zum Donnerstag überraschend ihren kompletten Betrieb eingestellt hat. Weesenstein steht damit vor dem Kollaps. So jedenfalls sieht es Gastwirt Axel Prussak. Er macht sich Sorgen um die Zukunft des Ortes und natürlich auch um sein Geschäft. „So, wie es jetzt ist, schaffen wir uns den Tourismus und die Ansiedlung von Menschen im Müglitztal ab.“ Von Beidem leben Weesenstein und die Weesensteiner.

Durch die Vollsperrung der Straße irren Hunderte durch das Müglitztal, ohne an ihr Ziel zu kommen oder falls doch zumindest verärgert. Auch Schloss Weesenstein hat schon über die sozialen Medien auf die neue Situation hingewiesen. „Ganz zu schweigen von den wenigen Gewerbetreibenden, die unter dieser Situation besonders leiden und vielleicht ihr Geschäft einstellen müssen“, sagt Prussak.

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Für ihn ist klar: Hier muss die Gemeindeverwaltung, unterstützt vom Landkreis und anderen Behörden und Einrichtungen, etwas tun. Das Erste wäre eine ordentliche Ausschilderung. Leider wurde das für dieses Wochenende versäumt. Mehrmals könne sich Weesenstein das nicht leisten. Nach der Jahrhundertflut im August vor 17 Jahren und den damit verbundenen schlimmsten Tagen in der Weesensteiner Geschichte gab es Schilder „Weesenstein lebt“, sagt Prussak. Heute fragt er provokatorisch: „Wie lange noch?“

Aus Richtung Dresden, Heidenau, Dohna, Pirna kommt man über die Müglitztalstraße nach wie vor gut nach Weesenstein. Es fehlt jedoch wie gesagt seit der Einstellung des Betriebes durch die Städtebahn die Alternative Zug. Bleibt noch das Fahrrad. Aus der Richtung Glashütte/Schlottwitz ist die Umleitung zwar ausgeschrieben, aber sehr lang.

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