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Wehlener Bad hat ein Leck

Anfang Juli soll das Erlebnisbad nach der Schadensbeseitigung wieder öffnen. Jetzt gibt es aber ein neues Problem.

Von Heike Wendt

Damit hat keiner rechnen können. Bei den Sanierungsarbeiten im Erlebnisbad in Pötzscha hat sich in einer der Wasserleitungen ein Leck gebildet. Bemerkt wurde das Wasser im Technikgebäude, in dem die Pumpen untergebracht sind. „Wir wissen noch nicht genau, wo das Wasser herkommt“, sagt Bürgermeister Klaus Tittel (CDU). Um das herauszubekommen, werden mögliche Fehlerquellen sondiert.

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Seit dem Hochwasser im vorigen Jahr ist das Bad geschlossen. In diesem Frühjahr haben die ersten Sanierungsarbeiten begonnen. Zunächst werden Kassenhaus, Sanitär- und Umkleideräume erneuert. Ein Teil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen. So wurde das Kassengebäude um eine Etage aufgestockt. Über der neuen Betondecke werden Wärmepumpe, Elektrikschränke und Elektronik ihren neuen Platz bekommen. In einem weiteren Bauabschnitt ab Herbst wird die Technik hochwassersicher umgerüstet.

Zutage getreten war der Fehler, als die Anlage erstmals wieder in Betrieb genommen wurde, informiert der Bürgermeister. Jetzt werden die einzelnen Leitungen nacheinander befüllt und untersucht, wo das Wasser herkommt. Möglicherweise ist es die Zuleitung der Schwallbrause oder des Wasserfalls. Das könne im Moment noch nicht mit Sicherheit gesagt werden.

Die Stadt will das Bad Anfang Juli wieder öffnen. „Wir gehen davon aus, dass wir den Termin halten können“, sagt Klaus Tittel. Langfristig will Wehlen trotz Hochwasserrisiko nicht auf das Bad verzichten und den Technikkomplex komplett umbauen. Empfindliche Maschinen und Geräte sollen in einem Container auf dem Dach des Technikgebäudes untergebracht werden. Mit der Umrüstung wird die Stadt der Forderung nach einem nachhaltigen Wiederaufbau gerecht. Der Freistaat hat die Unterstützung mit Fördermitteln an diese Bedingung geknüpft. Falls wieder ein Hochwasser von der Elbe rüberschwappt, sollen die Schäden mit minimalem Aufwand beseitigt werden können.

Rund zwei Millionen Euro wird die Reparatur des Erlebnisbades kosten. Die Ausgaben sind im Wiederaufbauplan für Stadt Wehlen bestätigt und werden zu 90 Prozent vom Freistaat Sachsen finanziert. Zehn Prozent übernimmt die Kommune. Das Bad in Pötzscha war nach der Wende als eines der ersten Erlebnisbäder Sachsens eröffnet worden.