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Wehlener Stadträte lehnen Haushalt-Streichliste ab

Der Wehlener Stadtrat hat erneut klar zu verstehen gegeben, dass er die politische Selbstständigkeit der Gemeinde nicht aufgeben will und lehnt eine Eingemeindung nach Lohmen weiterhin ab. „Das Thema steht für uns momentan nicht zur Debatte.

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Von Thomas Möckel

Der Wehlener Stadtrat hat erneut klar zu verstehen gegeben, dass er die politische Selbstständigkeit der Gemeinde nicht aufgeben will und lehnt eine Eingemeindung nach Lohmen weiterhin ab. „Das Thema steht für uns momentan nicht zur Debatte. Auch nicht für den Fall, dass mit einer Zwangsehe die Finanzsituation des Ortes aufpoliert werden kann“, sagte Klaus Tittel (CDU) am Dienstag. Damit umriss der Bürgermeister das Ergebnis der Debatte im nichtöffentlichen Teil der Sitzung am 19. August.

Hinter verschlossenen Türen hatten die Abgeordenten gemeinsam mit Thomas Hönig vom Kommunalamt des Kreises die finanzielle Lage in Wehlen besprochen. Es sei eine kontroverse, aber sachliche Debatte gewesen, so Tittel.

Hönig forderte die Abgeordneten angesichts der miesen Haushaltslage auf, freiwillig massiv Leistungen der Gemeinde zu streichen. Diese Pläne lehnte der Stadtrat allerdings ab. „In diesem Streich-Orchester spielen wir nicht mit“, erteilte der Rathauschef dem Gesandten des Kreises eine Abfuhr. Man habe derzeit keine Chance, „auf freiwilliger Ebene etwas zu tun“.

Gleiches teilte Tittel auch Landrat Michael Geisler (CDU) bei einem Vier-Augen-Gespräch am 28. August mit. An eine Eingemeindung nach Lohmen sei derzeit nicht zu denken, ließ in der Bürgermeister wissen. Eine öffentliche Debatte darüber halte er erst für sinnvoll, „wenn die Zeit reif dafür ist“.