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Weihnachtsausstellung zeigt Baruth gestern und heute

Zum Weihnachtsmarkt wird im alten Forstrevier eine Ausstellung mit Postkarten und Fotos gezeigt. Und es gibt besondere Kalender.

Von Kerstin Fiedler

So gemütlich, wie Sylvia Michel hier mit dem Weihnachtsmann vor ihren Fotos sitzt, wird sie es wohl am Sonntag nicht haben. Denn da öffnet während der Zeit des Baruther Weihnachtsmarktes eine kleine Ausstellung in zwei Räumen des ehemaligen Gemeindeamtes, dem früheren Forstrevier. Darin zeigt die Ortsvorsteherin zum einen alte Postkarten von Baruth und auch Fotodokumente aus dem Nachlass von Sven Mersiowsky, der die jüngere Vergangenheit des Dorfes auf Fotos dokumentiert hat. Zusätzlich präsentiert Sylvia Michel hier ihre erste Fotoausstellung. „Ich möchte Baruth im Wandel der Jahreszeiten zeigen und dem Betrachter zeigen, in welch schöner Gegend wir leben“, sagt Sylvia Michel, eine Ur-Barutherin. Außer zum Studium hat sie den Ort nie verlassen, hat sich nach der Ausbildung als Zahnärztin hier niedergelassen.

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Und sie ist wohl einer der größten Fans von Baruth. Schon früher hat sie Ansichtskarten gesammelt, ihre Tochter hat diese Leidenschaft dann fortgeführt. Die älteste Postkarte von Baruth in der Ausstellung stammt von 1840. Da ist auch das Schloss schon zu sehen, das die Baruther heute vermissen. Denn es wurde zu DDR-Zeiten abgerissen. Auf den Postkarten sieht man, wie eindrucksvoll dieses Gebäude den Ort prägte. Die Motive der Karten sind oft ähnlich, nur die Gestaltung verschieden. Es gibt auch Kopien aus einem Buch, dass die Familie Stübner, Sylvia Michels Eltern, hätten zu DDR-Zeiten gar nicht haben dürfen. Es zeigt Burgen und Schlösser in Sachsen. Interessant auch eine geschriebene Ansichtskarte von einem Ur-Baruther. „Die älteren Leute erinnern sich sicher noch an Herrn Kroker“, schmunzelt Sylvia Michel. Es folgen Karten aus den 60er/70er Jahren, Die letzte Ansichtskarte von Baruth stammt etwa von 1993. Sie zeigt Baruth als Luftbild. 20 Jahre später soll es nun wieder Ansichtskarten geben. Drei Weihnachtsmotive werden auf dem Weihnachtsmarkt angeboten. Außerdem hat die Hobby-Fotografin auch einen Postkartenkalender entworfen, den es am Sonntag gibt. – Für Sylvia Michel ist der Weihnachtsmarkt genau wie die anderen Feste im Dorf immer ein Gemeinschaftswerk. „Ich habe zwar immer verrückte Ideen, aber ohne die Feuerwehr und die anderen Vereine könnte ich das nie umsetzen“, sagt die 57-Jährige. Sie ist seit 2009 Ortsvorsteherin. Neu in diesem Jahr ist, dass auf den Linden vor den Häusern rund um den Markt Lichterketten angebracht wurden. Alle Bewohner haben mitgemacht, auch die Feuerwehr hat den Gedanken aufgegriffen und ihren Baum am Gerätehaus, an der Rundbank, erleuchtet. Beim Landwarenhandel Schneider leuchtet es ebenso. „Ein stimmungsvolles Bild in der Adventszeit“, findet Sylvia Michel. Der Weihnachtsbaum stammt dieses Jahr aus Cannewitz. Jedes Jahr bewerben sich schon im Vorfeld Leute aus der Gemeinde Malschwitz, um einen Baum für Baruth abzugeben. Welcher Baum dann genommen wird, hängt von Größe und Form ab. Den sucht die Gemeinde aus.

Zum Weihnachtsmarkt gibt es neben der Ausstellung natürlich weihnachtliche Waren. An zahlreichen Imbissständen können die Besucher zwischen den verschiedenen Angeboten wählen. Aus den Partnergemeinden aus Tschechien und Ungarn gibt es landestypische Waren: Ungarische Schlachtspezialitäten und Wein; Glas aus Desna. Der Markt beginnt um 10 Uhr.