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Weihnachtseinkauf ohne Marken

Am 1. Dezember 1948 werden in der Stadthalle am Nordplatz (heute Olbrichtplatz) der Striezelmarkt und die 4.Dresdner Weihnachtsmesse durch Oberbürgermeister Walter Weidauer eröffnet. Zu den Besonderheiten...

Am 1. Dezember 1948 werden in der Stadthalle am Nordplatz (heute Olbrichtplatz) der Striezelmarkt und die 4. Dresdner Weihnachtsmesse durch Oberbürgermeister Walter Weidauer eröffnet. Zu den Besonderheiten gehört, dass an dem Stand („Freier Laden“) der HO (Handelsorganisation) auch Waren ohne Marken erworben werden können. Dazu zählen vor allem Süßigkeiten, Weißbrote und Brötchen. Zu weiteren Angeboten an den zahlreichen Ständen gehören Bücher, Bilder, Glaswaren, Spielzeug, Schmuck, Textilien, Schnitzereien und Haushaltsartikel. Auch die traditionellen Pfefferkuchenhäuschen und der Pflaumentoffel fehlen nicht. Im ersten Stock präsentieren Schnitzer, Drechsler und Klöpplerinnen ihre Volkskunsterzeugnisse. Eine spezielle Schau Dresdner Schulen zeigt die von Kindern gefertigten Weihnachtssachen. Des Weiteren ziehen eine Puppenschau, ein Kaspertheater, die Markneukirchener Musikinstrumentenschau und eine große Modelleisenbahnanlage die Besucher in den Bann.

Die Stadthalle (auch als Nordhalle bekannt) war das ehemalige Gebäude der Arsenalsammlung, welches ab 1946 als Veranstaltungs- und Ausstellungsstätte diente. Bis 1953 findet hier der Striezelmarkt statt, bevor dieser wieder in die Innenstadt zurückkehrt. Die Weihnachtsschauen verbleiben noch bis 1967 in der Nordhalle. Heute beherbergt sie das Militärhistorische Museum der Bundeswehr. (SZ/hn)

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