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Weihnachtslieder zum Mitklatschen und Mitsingen

Vor seinem Auftritt im Theater der Stadt Meißen sprach die SZ mit demTenor Björn Casapietra.

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„Christmas Love Songs“ heißt die Tournee, mit der Björn Casapietra derzeit in Deutschland unterwegs ist. Der 41-jährige Tenor, der auch als Schauspieler aus zahlreichen Fernsehrollen bekannt ist, gastiert am 6.Dezember in Meißen. Für den Sänger ist das auch eine Wiederbegegnung mit einem Ort seiner Jugend.

Herr Casapietra, was bringen Sie am Nikolaustag mit nach Meißen?

In der Vorweihnachtszeit will ich natürlich Weihnachtslieder singen. Gemeinsam mit der Schweizer Konzertpianistin Sibylle Briner habe ich aber ein Programm vorbereitet, das anders als ein Weihnachtsliederabend sein soll.

Was kann ein Tenor wie Sie in der Vorweihnachtszeit anders machen – da erwartet man doch Lieder zum Fest?

Aber doch nicht nur diese getragenen, andächtigen. Deshalb erklingen bei unserem Weihnachtskonzert das Lied „Ave Maria“ ebenso wie Leonhard Cohens „Hallelujah“, „Es ist ein Ros’ entsprungen“ ebenso wie das weltweit bekannte Winterlied „You Raise Me Up“.

Das kommt beim Publikum an?

Als wir am ersten Adventssonntag in der St.-Jakobi-Kirche in Neustadt/Sachsen auftraten, kamen 800 Menschen zu unserem Konzert. Ich will mein Publikum leidenschaftlich und temperamentvoll auf die freudvollste Zeit einstimmen. Dabei sollen meine Zuhörer gern auch mitklatschen und mitsingen können.

Da kommt der Italiener in Ihnen auf seine Kosten...

Auch. Sie spielen darauf an, dass ich in Genua geboren wurde, als Sohn der Opernsängerin Celestine Casapietra. Aufgewachsen bin ich aber in Ostberlin. Im jugendlichen Alter war ich an jedem zweiten Wochenende in Dresden bei meinem Vater, dem Dirigenten Herbert Kegel. Mit ihm habe sehr viele Ausflüge in die Sächsische Schweiz, nach Radebeul sowie nach Meißen unternommen. Ich freue mich jedenfalls sehr auf ein Wiedersehen mit Meißen in der kommenden Woche.

Sie arbeiten auch im Studio, gemeinsam mit ihrem Bruder Uwe Hassbecker, der als Gitarrist der Band Silly bekannt ist.

Es soll ein rein Italienisches Album werden. Und weniger klassisch. Für das Projekt haben wir Ingo Politz als neuen Produzenten gewinnen kommen. Er produziert auch Silbermond, Dirk Michaelis und Lena. Nach dem positiven Echo auf die ersten Songs freuen Uwe und ich uns auf das Erscheinen des Albums im Herbst nächsten Jahres.

Gespräch: Harald Daßler

Das Konzert beginnt am 6. Dezember um 19.30 Uhr im Theater Meißen.