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Weihnachtsmärkte in Dipps und Freital – klein, aber fein

Der Dippser Weihnachtsmarkt ist schon was Besonderes“, sagt Ines Seidel und nimmt ein Schluck aus dem Glühweinbecher. Die Atmosphäre ist angenehm und man sieht viele Bekannte, erzählt sie weiter und ihr Mann Frank nickt zustimmend.

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Von Maik Brückner

Der Dippser Weihnachtsmarkt ist schon was Besonderes“, sagt Ines Seidel und nimmt ein Schluck aus dem Glühweinbecher. Die Atmosphäre ist angenehm und man sieht viele Bekannte, erzählt sie weiter und ihr Mann Frank nickt zustimmend. Es sei zwar nicht so viel los wie in Dresden. Dafür gehe es hier familiärer zu. Und man kann gegenüber den Märkten in Dresden und Leipzig preiswerter schlemmen. „Hier ist es viel günstiger“, sagt Frau Seidel, die die Woche über in Leipzig arbeitet.

Auf dem Dippser Weihnachtsmarkt ist es erschwinglich – auch Günter Schubert aus Dönschten findet die Preise „angemessen“. Eine Bockwurst gibt es für einen Euro, eine Bratwurst ab 1,50 und für einen Glühwein muss man 1,50 Euro hinlegen. Ähnlich sind die Preise auf dem Freitaler Weihnachtsmarkt, der ebenfalls am Sonnabend seine Pforten öffnete.

Im Vorteil ist die Ex-Kreisstadt in Sachen Atomsphäre. Denn der Marktplatz mit dem Rathaus und den stattlichen Bürgerhäusern bietet vor allem in den Abendstunden eine schöne Kulisse, die der Platz neben dem Potschappler Rathaus nicht hat. Dennoch gelingt es auch hier den Veranstaltern, vorweihnachtliche Stimmung zu erzeugen. Die Beleuchtung und die kreisrunde Anordnung der Buden sorgen für adventliche Stimmung. „Klein aber fein“, fanden Günter und Luzia Klemm. Die beiden Dresdner, die gestern von Gittersee nach Freital spazieren gingen, lobten auch den neu gestalteten Platz des Handwerks mit dem Brunnen.

Auch die Dippser haben versucht, ihren Markt in diesem Jahr noch interessanter zu machen, indem sie die Buden nicht im Schachbrettmuster aufstellten. Sie ordneten die Häuschen im mittleren Bereich schräg an und schufen so kleine, zusätzliche Plätze. „Das gefällt mir sehr gut“, sagt Frau Seidel.

Beide Märkte versuchen auch in Sachen Kultur zu punkten. Jeweils am Wochenende gibt es ein Programm, in Dipps darüber hinaus auch werktags eins für Kinder. Wenngleich sich die Marktbesucher hier wie da nicht ständig vor der Bühne drängelten – die von den heimischen Künstlern dargebotenen besinnlichen Weisen förderten die vorweihnachtliche Stimmung. So fand Günter Schubert das Dippser Volksmusikprogramm mit den Grenzlandmusikanten klasse.

Luzia Klemm hingegen war gestern ganz angetan vom Freitaler Rauschebart: „Ich finde es schön, dass der Weihnachtsmann herumläuft und die Kinder anspricht“, sagt sie. Dieser schien in der Tat in guter Laune zu sein, denn er tanzte zur Musik, die von der Bühne kam, und sorgte nicht nur bei den Kindern für große Augen.