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Weihnachtsmann aufs Glatteis geführt

Die Doblina-Eisarena wurde schon am ersten Wochenende des Weihnachtsmarkts sehr gut angenommen und zog viele Besucher an.

Von Frank Klinger

Zuerst zierte sich der Mann im roten Mantel und mit dem weißen Bart noch etwas. Er ließ sich von der Lichterfee vorwärts auf das Eis schieben und hielt sich an einer Art Eis-Rollator fest. Aber dann zeigte der Döbelner Weihnachtsmann, dass er Schlittschuhlaufen kann. „Ich habe lange nicht auf dem Eis gestanden“, meinte er, „ich wollte eigentlich vorher noch einmal üben, aber in meinem Beruf hat man gerade zu dieser Zeit eben keine Zeit.“ Dann lachte er: „Aber es ging ganz gut, ich bin kein einziges Mal auf den A… – nein, zur Weihnachtszeit heißt es Hintern – gefallen.“ Auch die Lichterfee blieb, außer an den Füßen in den Schlittschuhen, von jeglichem Bodenkontakt verschont, obwohl sie sich zur Sicherheit ein dickes Kissen um den Rücken gebunden hatte. „Die Eisarena ist eine klasse Idee, sie kommt super an“, meinte sie und gestand: „Ich habe vorher noch etwas trainiert, auch wenn es nur eine halbe Stunde war.“ Sie wird in dieser Woche noch mehrmals auf das Eis gehen müssen.

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Mit sechs Händen versucht Hanna Luise Haschke, etwas vom Riesenstollen abzubekommen.
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Das Blasorchester der Musikschule Döbeln hatte am Sonnabend seinen Auftritt.
Das Blasorchester der Musikschule Döbeln hatte am Sonnabend seinen Auftritt.

Lichterfee und Weihnachtsmann luden, nachdem am Freitag die Eisarena eröffnet wurde, am Sonnabend die Kinder auf das Eis ein, um dort Geschenke zu verteilen. „Wenn es um Geschenke geht, werden auch große Kinder plötzlich wieder ganz klein“, lachte die Lichterfee und war schon wieder im Einsatz.

Nicht auf dem Eis war Döbelns Oberbürgermeister Hans-Joachim Egerer. „Skifahren kann ich, aber von den Schlittschuhen lasse ich lieber die Finger“, meinte das Stadtoberhaupt. Er erzählte: „Schon gestern Abend war hier eine tolle Atmosphäre, die Eisbahn zieht auch viele junge Leute an.“ So drehten Marie, Martha, Laura und Jane aus Roßwein ihre Runden auf dem Eis. „Wir sind extra wegen der Eisarena nach Döbeln gekommen, es macht einfach Spaß. Hoffentlich gibt es so etwas im nächsten Jahr wieder“, meinten die vier jungen Damen.

„Wenn wir die Bahn im nächsten Jahr wieder bekommen, könnte man vielleicht darüber nachdenken, den Weihnachtsmarkt wieder zwei Wochen lang zu öffnen“, sagte Hans-Joachim Egerer. „Die zehn Tage in diesem Jahr sind schon ein bisschen kurz“, so Melanie und Stefan Reimer, die mit ihrer kleinen Tochter Jessica an der Arena standen, „aber der Weihnachtsmarkt ist wieder schön geworden, die Feststimmung kommt langsam.“ Die Döbelnerin Hannelore Neumann sagte: „Eigentlich reicht diese Woche Weihnachtsmarkt. Für so eine relativ kleine Stadt wie Döbeln ist das in Ordnung.“ Hannelore Neumann war mit ihrer Nichte Pia und ihrem Neffen Noah aus Leipzig an die Eisarena gekommen und sah den beiden zu, wie sie sich sicher auf dem Eis bewegten. „Das macht Riesenspaß, in Leipzig laufen wir sonst in der Halle, aber hier ist es einfach super“, meinten die beiden Kinder. Auch Lichterfee und Weihnachtsmann konnten sich mit dem verkürzten Weihnachtsmarkt anfreunden. „Es sind ja zwei komplette Wochenenden, und lieber eine Woche lang richtig Trubel als drei Wochen mit wenig Leuten“, meinten sie, „es kommt schließlich nicht auf die Länge an, sondern auf die Atmosphäre, das Angebot und das Ambiente.“

So sah es auch Andreas Schön, der mit seinem Enkel Levin auf dem Eis unterwegs war. „Die Eisbahn wertet den Weihnachtsmarkt sehr auf, es ist etwas völlig Neues. Ob die zeitliche Verkürzung nun gut ist oder nicht, kann ich noch nicht sagen. Schlauer ist man bekanntlich erst hinterher.“

„Jetzt ist jeden Tag etwas los auf dem Markt“, erklärte Verkäuferin Anke Reinsberg in der Bude der Bäckerei Hüttig, „wir sind zufrieden, und die Eisbahn zieht viele Leute an, Groß und Klein.“ Positiv überrascht war man in der Weihnachtsmarktbude des Eiscafés Sunrise aus Rochlitz, wo es Roster und Heißgetränke gibt. „Wir sind zum ersten Mal hier“, meinte Stephan Brückner, „im Gegensatz zu anderen Märkten sind viele junge Leute hier.“