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Weihnachtsmann kommt mit Schrauben in den Taschen

Der Heimat- und Traditionsverein hat mit drei Buden alles auf die Beine gestellt, was zum Weihnachtsmarkt gehört.

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Von Claudia Erbert

Der Harthaer Posaunenchor spielt Weihnachtslieder, die Vereinsmitglieder grillen Roster, verkaufen Plätzchen, Waffeln und Kräppelchen, auch Schwibbögen und kleine Geschenke fehlen nicht. Die Kinder basteln in der Pfarrscheune und wer dazu keine Lust hat, kann Fertiges kaufen.

„Wir haben Duftseifen aus Döbeln, selbstgestrickte Socken, erzgebirgische Schnitzereien, getöpferte Glocken und natürliche Plätzchen von den Kindergartenkindern“, erklärt Steffi Hanns ihren Stand. Wem die Kekse besonders gut schmecken, der kann den Kindern eine kleine Spende zukommen lassen. In einem Stiefel wird für die Renovierung eines Kindergartenzimmers gesammelt.

Während die Eltern sich um die Heizpilze versammeln und die Hände an den heißen Bechern wärmen, toben die Kinder über die Wiese vor der Scheune. Auch ohne Schnee macht das viel Spaß, zumal es trocken ist und so keine schmutzigen Schuhe und Hosen zu erwarten sind.

Volle Taschen gegen Sturm

Nach den ersten Bechern Glühwein und Punsch kommt dann auch der Weihnachtsmann. Der erklärt: „Ich habe ordentlich Schrauben in meine Jackentaschen gesteckt, damit mich der Sturm hier nicht wegbläst.“ Da es auf dem Festplatz ziemlich dunkel ist, zieht er mit den Kindern auf die Brücke unter die Lampe, um die Geschenke und vor allem die Gesichter der kleinen Weihnachtsmarktbesucher zu sehen, die hier zum ersten Mal ihre Lieder und Gedichte vortragen können.