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Weihnachtsmarkt lockt viele Besucher

Prominente Sänger, MDR- Moderatoren und hiesiges Engagement ziehen Leute in die Innenstadt.

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Von Rolf Hill

Trotz des nasskalten Wetters haben sich bereits am Sonnabendnachmittag erstaunlich viele Besucher auf dem traditionellen Weihnachtsmarkt vor dem Rathaus eingefunden. Gerade hat der Bäckerchor Zittau-Oberseifersdorf seinen Auftritt beendet, betritt – gemeinsam mit MDR-Moderator Lutz Günther – der Weihnachtsmann die Bühne, um den nächsten Höhepunkt anzukündigen: In wenigen Minuten soll es dem von der Bäckerei Lust gebackenen Riesenstollen zu Leibe gehen. Exakt 4,90 Meter ist er lang und 35 Kilo schwer. Davon allein zehn Kilo Rosinen. Mit einem scharfen Messer bewaffnet, waltet nun Oberbürgermeister Arnd Voigt seines Amtes. Und siehe da, überall sieht man zufriedene Gesichter. Bei Stollen und Glühwein ist die Kühle der anbrechenden Dämmerung schon vergessen.

Während auf der Bühne Gitte und ihr „Santa“-Klaus zu einer weihnachtlich-musikalischen Reise zwischen Thüringer Wald, Erzgebirge und Oberlausitz einladen, bereitet sich das Stadtoberhaupt gedanklich bereits auf das nächste Highlight vor.

Das wird am Abend die Direktübertragung im Rahmen der „Wettertour“ des MDR-Fernsehens sein, wo die lebendige Zahl 20 diesmal aus Zittau aufleuchten soll. Der Weihnachtsmann selbst ist inzwischen zum heißbegehrten Fotoobjekt für die jüngsten Marktbesucher geworden und viele Menschen ziehen von Verkaufsstand zu Verkaufsstand. „Man spürt schon am Angebot, dass der Markt diesmal wirklich weihnachtlicher ist“, sagt Christine Schmidt aus Eichgraben. „Die Sachen, die von den ausländischen Händlern verkauft werden, hat man ja jeden Mittwoch hier.“ Mit leuchtenden Augen verfolgen indes die Mädchen und Jungen dicht gedrängt vor der Bühne das Geschehen um die „Weihnachtsgans Auguste“ und die Familie des Opernsängers Ludwig Löwenhaupt von Friedrich Wolf.

Da tauchen am Rande des Marktplatzes schon die ersten Lichter auf, die wenig später die magische 20 bilden sollen. Und alles klappt, sehr zur Freude von OB Voigt und all den zwar etwas frierenden, aber dennoch geduldig ausharrenden Marktbesuchern.