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Weihnachtsmarkt mit Anlaufschwierigkeiten

Die Geschäftsleute in Radebeul- Ost haben sich auf der Hauptstraße mit ihrem Weihnachtsmarkt am Wochenende große Mühe gegeben. Die erhofften Besucherzahlen blieben jedoch aus. Dennoch wollen die Einzelhändler im nächsten Jahr dort wieder einen Weihnachtsmarkt organisieren.

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Die Geschäftsleute in Radebeul- Ost haben sich auf der Hauptstraße mit ihrem Weihnachtsmarkt am Wochenende große Mühe gegeben. Die erhofften Besucherzahlen blieben jedoch aus. Dennoch wollen die Einzelhändler im nächsten Jahr dort wieder einen Weihnachtsmarkt organisieren. Das kündigte der Vorsitzende des Vereins „Handel- und Gewerbe in Radebeul-Ost“ Roland Schreckenbach bereits jetzt an.

Radebeuler nicht ganz einfach

Klaus Grundkötter vom gleichnamigen Modelleisenbahngeschäft in der Radebeuler Hauptstraße hatte mehrere Erklärungen dafür, dass die großen Besucherströme bei dem nun zweiten Weihnachtsmarkt im Radebeuler Osten ausblieben. Er wurde im Rahmen des kommunalen Förderprojektes „BIT“ finanziert. Ziel ist, den Stadtteil Radebeul-Ost mit Veranstaltungen attraktiv zu machen.

„Wir haben Pech mit dem Wetter“, sagte Grundkötter mit Blick auf den nasskalten Sonnabend. Außerdem sei es schwierig, die Radebeuler zu solchen Anlässen herauszulocken. Schließlich fehle die Unterstützung der Stadtverwaltung, kritisierte Grundkötter. Das Rathaus sei auf den anderen Weihnachtsmarkt in Altkötzschenbroda fixiert. „Dort geht alles.“

Alles zu weit auseinander

Für Petra Schütze war das Angebot beim Weihnachtsmarkt zu weit auseinander. Ein 45-Jähriger urteilte: „Das ist ein Witz.“ Helga Wolf machte den Veranstaltern indes Mut. „Die Idee des Weihnachtsmarktes ist Klasse, und die Angebote schon recht ordentlich.“

Der Radebeuler BIT-Projektleiter Ralph-Torsten Lincke rechtfertigte den Weihnachtsmarkt in Radebeul-Ost. Das sei kein Striezelmarkt, sondern etwas für die Anwohner. Beim ersten Weihnachtsmarkt im letzten Jahr hätte es fünf Verkaufsstände gegeben, in diesem Jahr seien es bereits acht. „So was muss langsam wachsen“, sagte Lincke.

Fördergelder beantragen

Wie das Vorhaben 2009 finanziell umgesetzt werden soll, konnte auch Lincke nicht sagen. Vielleicht würden andere Fördertöpfe gefunden. Das sagte auch Schreckenbach. Ziel müsse es sein, über den neu gegründeten Gewerbeverein Fördermittel zu beantragen. So könne die dritte Auflage des Weihnachtsmarktes auf sichere Füße gestellt werden. Frank Ellmers