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Weihnachtsmarkt ohne Kommerz

Der Potschappler Advent will sich bewusst von normalen Märkten abheben. Und hat damit jährlich mehr Erfolg.

Von Matthias Weigel

An diesem Wochenende findet die neunte Auflage des Potschappler Advents statt. In den vergangenen Jahren hat sich der soziale Weihnachtsmarkt einen Namen über die Stadtgrenzen hinaus gemacht. Vor allem der Umzug auf das Gelände der Freitaler Strom und Gas GmbH (FSG) 2009 hat dem Markt mehr Ambiente gebracht. Auch dieses Jahr stehen die 19 Hütten in und vor der alten Gaswerkshalle an der Potschappler Straße. Neben der FSG prägen den Markt aber vor allem die Vereine und ehrenamtlichen Helfer. Dabei sind altbewährte Unterstützer, wie von Kinder- und Jugendhilfeverbund, Kirche, Lessingschule, Zusammenleben e.V., Mundwerk oder Biotec – und jetzt erstmals das Tanzstudio und die Sabel-Schule mit Märchen und Tanz.

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Auch wenn man dem Markt keinen Stempel aufdrücken will, so richtet er sich durchaus an die, die weniger zur Verfügung haben – und auch an die, die ein bisschen mehr im Geldbeutel haben. So gibt es freien Eintritt, ein vielfältiges Bühnenprogramm, kostenlose Bastelangebote, Essen und Trinken zum Selbstkostenpreis und Stände, an denen man Geschenke preiswert kaufen kann – und damit wiederum die Arbeit der Sozialvereine unterstützt. „Für mich ist es auch immer wieder toll zu sehen, dass Leute, die man sonst vielleicht nicht so gern in der Stadt sieht, hier mit anpacken und eine wichtige Aufgabe haben, sei es beim Auf- und Abbau, beim Putzen oder anderswo“, sagt Simone Lehmann vom federführenden Büro für Sozialkoordination. Berührungsängste müsse da keiner haben. „Wir machen einen normalen Markt, nur eben einen mit besonderem Hintergrund“, sagt Lehmann.

Möglich wäre all dies nicht ohne Sponsoren, vor allem Unternehmen aus Freital. Auch Banken, der Kreis und die Stadt geben dazu. Unterstützung kommt ebenso von Gewerbetreibenden aus Potschappel, die Geschenke zur Verfügung stellen – als Dankeschön für die Helfer oder als kleine Präsente für den Sack des Weihnachtsmanns. Besonders gefreut hat sich Lehmann dieses Jahr über eine unverhoffte Spende. Der Freitaler Pfarrer Michael Buchmann hatte im Gottesdienst am Buß- und Bettag für den Markt sammeln lassen – 460 Euro kamen zusammen.

9. Potschappler Advent, 7./8. 12 jeweils 14-18 Uhr unter dem bekannten Motto „Märchen aus einer Welt“.

Schirmherr ist wieder CDU-Landtagsabgeordneter Roland Wöller. Er liest am Sonnabend Märchen vor. Offiziell eröffnet wird der Markt am Sonnabend, 15 Uhr von Freitals OB Klaus Mättig (CDU).