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Weingarten statt Weinfest in Döbeln

Nach der Absage des Döbelner Weinfestes haben nun Gastronomen und Händler eine Alternative im Bürgergarten organisiert. Die ist kleiner und leichter umzusetzen.

Die Organisatoren haben sich im Bürgergarten getroffen: Lars Lemke (von links), Enrico Wadewitz von der Bäckerei Körner, Grit Neumann, Claudia und Lutz Roßberg, Denise Klette vom Old Town Pub.
Die Organisatoren haben sich im Bürgergarten getroffen: Lars Lemke (von links), Enrico Wadewitz von der Bäckerei Körner, Grit Neumann, Claudia und Lutz Roßberg, Denise Klette vom Old Town Pub. © Archiv/Dietmar Thomas

Döbeln. Den Beschränkungen in der Corona-Pandemie ist auch das Döbelner Weinfest zum Opfer gefallen. In diesem Jahr ist es abgesagt worden. Aber ein paar Döbelner Gastronomen und Händler haben eine Alternativveranstaltung geplant. Kleiner und mit einem anderen Namen. 

Am 19. und 20. September, also eine Woche nach dem Weinfest-Termin, soll im Bürgergarten der „Weingarten“ eröffnet werden. An zwei Tagen, damit sich der Aufwand lohnt, meint Lars Lemke, auf dessen Grundstück an der Gaststätte Bürgergarten das Fest steigen soll. 

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Beteiligt sind außerdem Weinspezialitäten Neumann, die Firma Roßberg, die Bäckerei Körner und der Käsehändler Christoph Kirschbaum. Außerdem kümmern sich Lemke und der Old Town Pub um die Verköstigung der Besucher. „Es gibt das Übliche, das zum Wein passt. 

Zwei Tage Weingarten mit Kulturprogramm

Es soll am Sonnabend um 14 Uhr losgehen und dann open end gehen“, sagte Lemke. Geplant ist auch ein Kulturprogramm mit Tanzgruppen und Livemusik. „Wenn man nichts unternimmt, ist ja alles tot. Wir müssen als Händler zusammenhalten. Ich bin sicher, dass der Weingarten funktioniert.“ Im Falle, dass es regnet, gebe es auch eine Variante mit einem Regenschutz. Verkauft werden soll aus festen Ständen.

Die Voraussetzungen für das Umsetzen des deutlich kleineren Formats eines Weinfestes sind im Bürgergarten besser als auf dem Niedermarkt. Das Gelände an der Gaststätte ist eingezäunt. So lässt sich die Anzahl der Besucher auf 500 begrenzen, sagte Lemke. 

Die Besucher müssen am Eingang Zettel mit persönlichen Angaben ausfüllen, damit die Kontakte im Fall der Fälle nachvollziehbar sind. „Das sind aber viele Leute schon gewöhnt“, sagte Lemke.

Gute Voraussetzungen im Bürgergarten

Die Organisatoren werden auch – anders als beim Weinfest – Eintritt verlangen. Damit werden die Kosten für die Kultur abgedeckt, sagte Lemke. Karten gibt es allerdings nicht im Vorverkauf, sondern nur an der Abendkasse, um reagieren zu können, wenn das Gelände überfüllt ist, so Lemke.

Die Voraussetzungen im Bürgergarten für eine solche Veranstaltung seien gut. „Wir haben den Platz und die Möglichkeit, die Weingläser zu spülen. Das ist ein deutlich geringerer Aufwand als bei der Veranstaltung in der Stadt. Wir verwenden auch Tische und Stühle und können damit die geforderten Abstände einhalten.“

Bereits erste Konzerte nach Corona im Bürgergarten

Lemke hatte ziemlich schnell damit begonnen, in seiner Gaststätte wieder Angebote für die Gäste zu organisieren. Anfang Mai hatte er zusammen mit dem Old Town Pub die Gäste draußen bewirtet. Im Garten der Gaststätte gibt es Sommerkino und Konzerte. Zuletzt mit den bekannten Musikern von SK5 und der Band Extraherb Anfang August.

Am 22. August kommen die Band Silent Circle und am 12. September Fancy mit Musik der 1980er-Jahre. „Die Leute sind dankbar, dass es wieder Veranstaltungen gibt. Wir haben eine feste Bühne hingebaut. Die bleibt auch da. Auch die LED-Wand ist jetzt fest installiert“, sagte Lemke.

Ende Juli 2020 gab es mit der Band SK5 nach der Corona-Pause erstmals wieder ein Konzert im Döbelner Bürgergarten.
Ende Juli 2020 gab es mit der Band SK5 nach der Corona-Pause erstmals wieder ein Konzert im Döbelner Bürgergarten. © Archiv/Dietmar Thomas

Die Stadt und der Stadtwerbering hatten Ende Juli das Weinfest abgesagt, das wegen der Corona-Bestimmungen dieses Mal als Wein- und Schlemmermeile auf dem größeren Niedermarkt geplant war. 

Veranstaltungen mit über 1.000 Besuchern sollen im September zwar erlaubt sein, aber nur unter der Auflage, dass die Besucher registriert werden. Unter diesen Voraussetzungen sahen die Organisatoren das Fest als nicht durchführbar an.

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