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Weinhübler fühlen sich noch immer nicht sicher

Neue Beschädigungen, neue Einbrüche: Nach der großen Sicherheitskonferenz hat sich nichts verbessert. Nun schickt die Stadt einen Bürgerpolizisten.

Von Daniela Pfeiffer

OSTRALE Biennale O19

Die zweite Biennale und 12. OSTRALE widmet sich ab dem 11. Juni bis zum 1. September dem Leitgedanken „ismus“.

Die Weinhübler wollen nachts wieder ruhig schlafen. Im Moment sind viele von ihnen weit davon entfernt. Denn immer wieder machen Geschichten von Einbrüchen und Diebstahl die Runde. Mal verschwinden Fahrräder, mal Werkzeug, mal Autos.

So traf es beispielsweise am vorletzten Wochenende gleich mehrere Bürger, als Unbekannte in Firmen, Garagen, Gartenlauben und Bungalows einbrachen – unter anderem auf der Paul-Mühsam-, der Etkar-Andrè- und der Zittauer Straße. Die Beute: Elektro- und Motorgartengeräte, zwei Fahrräder und eine Kaffeemaschine. Ein Autodiebstahl misslang.

In der Stadtratssitzung am Donnerstag sprach Margit Bätz von den Linken das Thema nochmals offiziell an. „Dass es seit der Sicherheitskonferenz im November mit Einbrüchen und Beschädigungen weitergegangen ist, gefällt den Bürger nicht“, sagte sie und wollte wissen, was denn nun aus den damals versprochenen Maßnahmen werde. So hatten mehrere Bürger sich gewünscht, Ansprechpartner vor Ort zu haben. Und selbst Oberbürgermeister Siegfried Deinege hatte im November bekannt, die Masse der Fälle in Weinhübel mache ihm Sorgen.

Polizeipräsident Conny Stiehl versprach den Einwohnern im November Unterstützung. So könnte er einen Bürgerpolizisten in den Stadtteil schicken, wenn das Rathaus sich um einen Raum kümmere. Das ist nun geschehen. Ab morgen wird ein Bürgerpolizist regelmäßig Sprechstunden in Weinhübel halten – als direkte Verbindungsstelle zwischen Bürger und Polizeirevier. An ihn können sich Einwohner aller Stadtteile mit ihren Sorgen und Problemen wenden.

Zudem hat die Stadt inzwischen die Sicherung der alten Schuhfabrik am Ende der Leschwitzer Straße veranlasst, die immer wieder Ziel zwielichtiger Gestalten gewesen sein soll. Das war zunächst etwas problematisch, da der Eigentümer insolvent sei, der neue noch nicht bekannt war.

Das neue Kontaktbüro ist im Büro der Schiedsstelle Bezirk 8, Leschwitzer Straße 21 am Feuerwehrstützpunkt Weinhübel eingerichtet. Die Sprechstunden finden an

jedem ersten Dienstag von 8 bis 12 Uhr und jedem dritten Donnerstag von 14 bis 18 Uhr statt. Darüber hinaus können Anfragen und Hinweise an das Polizeirevier unter 03581 6500 gerichtet werden.

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