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Weinhübler Zündler verurteilt

Im Sommer 2017 brannte es im Görlitzer Süden immer wieder, Mülltonnen, Lauben. Jetzt stand der Täter vor Gericht.

So sah der Brandschaden im Sommer 2017 aus.
So sah der Brandschaden im Sommer 2017 aus. © SZ-Archiv

Es war im wahrsten Sinne des Wortes ein heißer Sommer vor zwei Jahren in Weinhübel. Über Wochen hielt ein Feuerteufel die Bewohner in Atem. Gartenlauben an der Paul-Mühsam-Straße fackelten ab, nur wenige Stunden später standen auf der Leschwitzer Straße zwei Mülltonnen in Flammen. Nur ein paar Beispiele aus der Spur, die der Täter damals zog. Jetzt stand er vor Gericht und hat gestanden. Rund zehn Taten standen zur Debatte. „Der Angeklagte war in allen Fällen umfassend geständig“, sagt Andreas Behrens, Direktor des Görlitzer Amtsgerichtes. Er war in diesem Fall auch der vorsitzende Richter.

Alle Taten konnten demnach bewiesen werden. Das Urteil: ein Jahr und neun Monate. Allerdings kommt der Heranwachsende mit einer Bewährungsstrafe davon, Bewährungszeit sind drei Jahre. „Der Angeklagte hatte keine Vorstrafen“, so Andreas Behrens.

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In Weinhübel hatten die Taten im Sommer 2017 für große Verunsicherung gesorgt, Feuerwehren, die Görlitzer Berufswehr und freiwillige Wehren, waren nahezu im Dauereinsatz. Die Polizei bezifferte den Schaden damals auf rund 20 000 Euro. Neben brennenden Papiercontainern gab es Altreifenstapel auf der Skaterbahn, die in Flammen aufgingen. Die Brände wurden zuweilen im Halbstundetakt gelegt. Anfang vergangenen Jahres hatte dann die Polizei Erfolg und ermittelte einen damals 19-jährigen Deutschen als tatverdächtigen. Spuren und Zeugenaussagen hatten ihn letztendlich überführt.

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