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Weiße Pracht lockt Tausende in die Berge

Hochbetrieb am Hang und in den Loipen – die Altenberger haben alle Hände voll zu tun, um den Ansturm zu bewältigen.

Von Maik Brückner

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Die DTM zu Gast auf dem Lausitzring

Neue Motoren, neue Fahrer, ein neues Team und ein neuer Hersteller – die DTM ist vom 23. bis 25. August zurück am Lausitzring und war noch nie besser. 

Alexander Wittenberg ist gut vorbereitet. Er hat eine Wintermütze auf und sich Skier ausgeliehen. Jetzt fehlt dem jungen Freitaler nur noch der Skipass. „Wenn es sich anbietet und ich freihabe, fahre ich zum Altenberger Skihang“, sagt der 26-Jährige. Das Skigebiet in Oberwiesenthal ist zwar auch sehr schön, aber doppelt so weit. Deshalb ist er am Sonntag wieder nach Altenberg gekommen. Die Bedingungen hier sind ideal. „Ich habe meine Schwester, ihren Sohn und einen Freund mitgebracht“, sagt er. Auch sie sind gut gerüstet für die Abfahrt. Nur der kleine Mann ist nicht dabei. „Mein Neffe besucht die Skischule dort drüben“, sagt Alexander Wittenberg, lächelt und zeigt auf den Hang nebenan. Auch der ist voller Leute, darunter sind viele Urlauber aus Brandenburg. Dort haben am Freitagnachmittag die Ferien begonnen. Und das hat Liftwart Frank Mühle sofort gemerkt. Denn seit Freitag wird am Skilift berlinert. „Mit den Preußen gibt es keine Probleme, das sind angenehme Gäste“, sagt Mühle.

Ein Paradies für Langläufer Die Loipen rund um Zinnwald haben zum Langlauf eingeladen. Für Marcel Hofmann, Adolf Liepelt, Matthias Schneider und Ingo Schäfer (v.r.) war Zinnwald das Etappenziel einer viertägigen Ski-Kammwanderung. Am Donnerstag sind die D
Autofahrer mussten Geduld mitbringen Wegen des Ansturms der Autofahrer kam es in Altenberg zwischenzeitlich zu Staus auf der B 170. Das lag nicht nur an daran, dass viele verzweifelt einen Parkplatz suchten. Auch die Ampel an der Kreuzung B 170/Rehefelder
Alexander Wittenberg aus Freital und Schwester Maria aus Dresden sowie Dimitrij Gelmel (v.l.) gehörten zu den Tausenden, die am Wochenende zum Wintersport ins Osterzgebirge gefahren sind. Die Geschwister kamen zum wiederholten Mal nach Altenberg, ihr Freu

Und die haben wieder mal Glück. Pünktlich zum Ferienbeginn konnte Mühle auch den Geisinger Lift in Betrieb nehmen. Auch die anderen Lifte in der Region fahren jetzt. „Zum Glück“, sagt Mühle. Altenberg und Geising können den Ansturm von Urlaubern und Tagesausflüglern kaum bewältigen. Allein am Sonnabend kamen gut 800 Wintersportler zum Altenberger Lift, in Geising waren es halb so viele. Gestern war der Andrang noch größer. Bereits zum Mittag zählte Mühle in Altenberg etwa 500 zahlende Gäste. Zur gleichen Zeit waren es in Geising rund 300. Damit kamen die beiden Städte an ihre Grenzen. Die Parkplätze in Liftnähe waren schon zeitig zugeparkt. „Eigentlich wollten wir zum Geisinger Lift“, sagt Christine Stelzner aus Radebeul. Doch weder am Lift noch am Gründelstadion habe man eine freie Stellfläche gefunden. „Deshalb sind wir nach Altenberg gefahren“. Mit viel Glück hat sie hier eine freie Parkfläche am Skilift ergattert. Wenig später stellte sich Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) auf die B 170 und versuchte, den Verkehr zu regeln. Um den Autofahrern die sinnlose Parkplatzsuche zu ersparen, versuchte er, sie zum Parkplatz am früheren Grenzübergang bei Zinnwald zu leiten. Dort stehen über 650 Parkplätze zur Verfügung. Einziger Haken. Sie sind nicht so gut zu finden. „Wir müssen die Ausschilderung verbessern“, sagt Kirsten. Das Hinweisschild, das auf der Straße aus Richtung Geising vor der B 170 steht, ist klein. Viele haben es nicht wahrgenommen. Dabei hat Altenberg am Sonnabend an der Grenze zusätzliche Parkflächen geschaffen. „Heute sind wir mit fünf Leuten unterwegs, um das Parken zu organisieren“, sagt Kirsten. Eigentlich müsste das reichen. Doch da der Automat am früheren Grenzübergang ausgefallen ist, musste er einen Mitarbeiter dorthin abstellen, um per Hand zu kassieren.

Dennoch ist Kirsten zufrieden. Auf diese Wintertage haben er und auch viele andere Altenberger und Zinnwalder schon lange gewartet, auch Manfred Beer. Der Zinnwalder bewirtschaftet die Bergbaude Beerenhütte direkt an der Kammloipe. Er und seiner Mitarbeiter haben alle Hände voll zu tun, um die Gäste zu bewirten.

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