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Weißeritztalbahn mit Schrankenproblem

An der B 170 in Obercarsdorf blieb am Sonntag der Bahnübergang längere Zeit geschlossen. Ein Zug kam nicht. Was war passiert?

Die Schranke in Obercarsdorf hatte schon zu Pfingsten eine Störung. Auch damals regelte die Polizei die Durchfahrt.
Die Schranke in Obercarsdorf hatte schon zu Pfingsten eine Störung. Auch damals regelte die Polizei die Durchfahrt. © Egbert Kamprath

Die Schranke hatte sich geschlossen. Geduldig warteten gegen 10.30 Uhr am Sonntag die Autofahrer an der B 170 in Obercarsdorf darauf, dass sie weiterfahren können. Doch nichts passierte. Die Schranke am Übergang der Weißeritztalbahn blieb unten. Ein Zug kam nicht.

Irgendwann riss der Geduldsfaden. Nach SZ-Informationen gab es einige Autofahrer, die sich trotz geschlossener Halbschranke durchschlängelten. Andere hatten eine bessere Idee und riefen die Polizei. Gegen 10.45 Uhr ging der Anruf bei der Polizeidirektion Dresden ein, bestätigt deren Sprecher Mario Laske.

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Die Beamten verständigten die Sächsische Dampfeisenbahngesellschaft (SDG) und schickten Kollegen vor Ort, um den Verkehr zu Regeln. Gegen 11 Uhr waren Polizisten an der Schranke und ließen die Fahrzeuge geordnet den Übergang passieren. Währenddessen arbeiteten die Techniker der SDG, die die Weißeritztalbahn betreibt, an der Lösung des Problems. Halb zwölf ging die Schranke wieder hoch, die Störung war behoben.

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Mirko Froß, Betriebsleiter der SDG, erklärt: „Die Anlage wird von zwei Rechnern gesteuert, die beide parallel arbeiten.“ Seien deren Informationen nicht deckungsgleich, schließe sich die Schranke aus Sicherheitsgründen. „Es könnte sein, dass der Fehler am Sonntag durch das Unwetter ausgelöst wurde“, sagt Froß. Die SDG sei aber noch dabei, die Ursache auszuwerten. Schon am Pfingstwochenende hatte dieselbe Schranke Probleme bereitet. Auch da mussten Techniker vor Ort die Schaltung reparieren.

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