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Weißeritztal meldet sich zurück

Drei Handballteams aus der Region fusionierten 2013. Nach Rückschlägen hat die HSG nun große Aufstiegschancen.

Von Doreén Klein und Stephan Klingbeil

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Es bleibt spannend in der Bezirksliga der Handballfrauen. Der bisherige Spitzenreiter, Pirna/Heidenaus Reserve, ist in Dresden bei Rähnitz gestrauchelt, verlor 18:22. Dagegen holen die ärgsten Konkurrenten um den Aufstiegsplatz wichtige Punkte. Der neue Ligaprimus Sportfreunde 01 Dresden siegte klar in Radebeul, die HSG Weißeritztal erkämpfte sich ein 21:16 in Lommatzsch. Somit ziehen Dresden und auch die HSG wieder an Pirna/Heidenau vorbei.

War Weißeritztal vor Kurzem noch zurückgefallen auf den vierten Rang, nutzte das Team Michael Kühn nun die Patzer der Konkurrenz. Die HSG ist punktgleich mit den Sportfreunden, hat zwar das schlechtere Torverhältnis. Doch das erste Duell beider Teams hatte man für sich entschieden. Damit hat es Weißeritztal wieder in der eigenen Hand, den Aufstieg und damit die Rückkehr in die Verbandsliga zu packen.

Nach dem Abstieg 2013 taten sich die 2005 fusionierten Teams von Motor Wilsdruff und HSV Freital mit einer dritten Mannschaft zusammen. Mit Kurort Hartha hatte man einen Partner gefunden, um auf den Mangel an Spielerinnen zu reagieren. Teils gab es dort zu wenig Nachwuchs. Vor allem aber fehlte es in den Klubs an Frauen.

Nach der Fusion zur HSG Weißeritztal eroberte das Team die Bezirksliga-Spitze, wurde erst kurz vor Saisonende von Dresden-Mitte verdrängt. Die Aufstiegsträume platzten, da der HSG im direkten Duell ein Treffer zu wenig gelang. Das war bitter. Mittlerweile hat Weißeritztal das ganze abgehakt. Trainer Kühn nahm Druck heraus. Der Aufstieg sei kein Muss. Doch nun ist er sicher wieder Thema. Sein Team dreht auf, weil fast alle HSG-Spielerinnen das Tor treffen und die Abwehr konzentrierter auftritt.

Gegen Lommatzsch konnte die HSG zudem auf eine volle Ersatzbank zurückgreifen. Die Gäste kamen erst kurz vor der Pause zu einem Zwei-Tore-Vorsprung (11:9). In der zweiten Hälfte nutzten sie ihre teils schön heraus gespielten Torchancen besser. Doch nach 35 Minuten (12:11) wurde es richtig packend. Die leicht überforderten Schiedsrichter stellten innerhalb kürzester Zeit drei HSG-Spielerinnen vom Feld, wobei alle drei Zeitstrafen fragwürdig waren. Doch trotz der 6:3-Überzahl auf dem Parkett verpasste es Lommatzsch, erstmals in Führung zu gehen. Und: Die drei verbliebenen HSG-Frauen um Annelie Angermann trafen sogar zweimal und ließen kein Gegentor zu. Danach fuhren die Gäste den Sieg nach Hause, treffen nun auf Rähnitz.

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