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Weißkeißeler sorgen sich um die Linden-Allee

Nach dem Straßenbau vor einigen Jahren wurden Linden gepflanzt. Nun haben Einwohner Angst, dass die Bäume eingehen.

Die leeren Nester des Goldafters, dessen Raupen Bäume und Sträucher kahl fressen, hängen noch an den Bäumen. Doch der Schädling selbst ist bekämpft.
Die leeren Nester des Goldafters, dessen Raupen Bäume und Sträucher kahl fressen, hängen noch an den Bäumen. Doch der Schädling selbst ist bekämpft. © privat

Weißkeißel. Erst wurden die Bäume kahl gefressen, nun hängen Nester daran. Dies fiel nicht nur Autofahrern auf. Auch Einwohner des Ortes fragen sich besorgt, was da an der Linden-Allee passiert. Und sie haben weitere Fragen. „Nach dem Straßenbau vor einigen Jahren wurden beiderseits der Straße schöne Lindenbäume gepflanzt. Die wurden die ersten Jahre sehr gut gepflegt, regelmäßig verschnitten und im Sommer gewässert. Es war immer ein wirklich schöner Anblick. Doch seit vorigem Jahr wird nichts mehr an den Bäumen getan. Sie werden auch nicht mehr gewässert. Nun haben sie sogar Raupen kahl gefressen und es hängen Überreste von ihren Nestern daran“, teilte Gerd Lehnigk der Tageblatt-Redaktion mit. Was die Baumpflege selbst betreffe, so sei ihm klar, dass die Gemeinde nichts tun könne, da es eine Bundesstraße sei. „Aber wären Wässerung und Verschnitt nicht Aufgabe der Straßenmeisterei?“, fragt der Weißkeißeler. „Es gibt Gegenden, da funktioniert das sehr gut. Auch im Landkreis Görlitz. Aber im Altkreis Weißwasser sieht es überall so aus.“

Tageblatt ging den Hinweisen von Gerd Lehnigk nach und wandte sich an die Landkreisverwaltung. Von dort war zu erfahren, dass es sich bei den nestartigen Gebilden tatsächlich um Nester eines Schädlings handelt. Konkret um die leeren Nester des Goldafters, eines Schmetterlings, dessen Raupen in kurzer Zeit Bäume, Sträucher und Büsche kahl fressen. „Die Bekämpfung des Schädlings wurde bereits am 24. Juni durch die Firma City Forrest aus Dresden ausgeführt. Jetzt befinden sich nur noch die äußeren Hüllen der Nester an den Ästen. Somit ist der Befall erfolgreich bekämpft“, erklärt Franziska Glaubitz, Pressesprecherin der Kreisverwaltung Görlitz.

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Was die Kritik am Erhalt und der Pflege aller Straßenbäume, insbesondere der Jungbäume im Bereich der Straßenmeisterei Weißwasser, betreffe, so werde dieser „nach Plan und mit der notwendigen Umsicht“ durchgeführt. „Die Eichen und Linden im Bereich der B115 Weißkeißel erhielten im Frühjahr 2018 einen Pflegeschnitt. Die nächsten Maßnahmen, wie Pflegeschnitt und Entfernung der Stammaufwüchse, werden im Frühjahr 2021 durchgeführt“, informierte die Pressesprecherin. Da die Alleebäume um Weißkeißel aber vor 20 Jahren gepflanzt worden seien, würden sie nun nicht mehr gewässert.

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