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Weißwasser bekommt neue Wohnwagenstandorte

Bisher gibt es nur einen offiziellen Standplatz für Wohnmobile in der Stadt.

Von Thomas Staudt

Die Linke sorgt sich um den Tourismus in Weißwasser. Was, wenn Erlebnishungrige nicht nur in die Region kommen, sondern ausgerechnet in Weißwasser Station machen wollen – und mit Wohnmobil oder Wohnwagen unterwegs sind? Heinz Schreiber (Die Linke) wollte deshalb neulich im Bauausschuss wissen, warum es in der Stadt keine Wohnwagenstandorte gibt. Doch die gibt es tatsächlich. Oder den. Denn nach Auskunft von Oberbürgermeister Torsten Pötzsch hat die Stadt einen Standort bereits ausgewiesen. „Wir haben auf dem Parkplatz vor dem Tierpark und dem Jahnbad einen Platz für Campingmobile. Und der ist sogar ausgeschildert.“ Umfänglich ist die Nutzung des Platzes allerdings nicht. Er wird vor allem von westdeutschen Landsleuten, manchmal auch von Holländern frequentiert. Der Standort hat einen entscheidenden Nachteil. Strom können Urlauber am Jahnbad nicht zapfen. Weil der Standort nicht ausgelastet ist, sieht Pötzsch eher Handlungsbedarf für Steckdosen als für neue Plätze. Die sollen bei der Neugestaltung des Jahnparks berücksichtigt werden. „Außerdem gibt es in der Region ausreichend Kapazitäten.“ In Bad Muskau zum Beispiel. Oder am Bärwalder See. Aber so wie es ist, muss es ja nicht bleiben. Nicht nur, aber auch wegen der überschaubaren industriellen Weiterentwicklung der Region, gibt es seit Jahren in der Stadt Bestrebungen, den Tourismus anzukurbeln und den Sektor als weiteres wirtschaftliches Standbein zu stärken. Ein Konzept dafür steht bereits. Entstanden ist es aus der Machbarkeitsstudie für die Internationale Gartenbauausstellung IGA, die Weißwasser und die Umlandgemeinden 2027 in die Region holen wollten. Als die Planer im Zuge der Arbeiten zum Ergebnis kamen, dass das Vorhaben finanziell eine Nummer zu groß für die Region ist, wurden die Vorarbeiten für eine touristische Studie genutzt. Auch einen Namen hat sie schon: Lausitzer Bogen. Nur vorgestellt ist das Papier noch nicht. Das wird frühestens nach den Sommerferien passieren.

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Inhaltlich spielt auch das Gelände rings um den künftigen Endhalt der Waldeisenbahn, unweit vom Kommunikationszentrum Turm am Schweren Berg eine Rolle. In die parkähnliche Gestaltung soll das Wandbild Lebensfreude von der ehemaligen 6. Mittelschule integriert werden. Und wenn es nach der Stadtverwaltung geht, auch weitere Stellplätze für Wohnwagen und Wohnmobile.