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Weißwasser verkauft Baufläche unter Wert

Der Preis sei eine Form der Wirtschaftsförderung, hieß es im Stadtrat. Der Investor plant ein Mehrfamilienhaus als Musterobjekt zu errichten.

© dpa/Patrick Pleul (Symbolfoto)

Dem Verkauf eines Grundstücks an der Kreuzung Heinrich-Heine-/Lutherstraße in Weißwasser an die RoboTec Homes GmbH hat der Stadtrat in seiner jüngsten Sitzung mit einer Enthaltung zugestimmt und die Fläche zur Bebauung freigegeben. Der Bodenrichtwert dafür beträgt 40 Euro je Quadratmeter. Das Mindestgebot in der öffentlichen Ausschreibung war auf 21 Euro je Quadratmeter festgesetzt.

Der Bieter hielt zwar die Vorgaben der Ausschreibung ein, nicht aber den Mindestkaufpreis. Wie Oberbürgermeister Torsten Pötzsch (Klartext) informierte, soll das Grundstück für 11 Euro je Quadratmeter, also für insgesamt 23.067 Euro einschließlich aller Nebenkosten und der Grunderwerbssteuer, den Besitzer wechseln. Der Preis sei wegen der auf dem Grundstück vorhandenen Leitungsrechte abgesenkt worden, so der OB. „Ich würde das als Wirtschaftsförderung sehen“ sagte er. Wenn die Kommunalaufsicht Einwände hat, müsste allerdings noch einmal neu ausgeschrieben werden.

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Vertrag enthält Bauverpflichtung

Das Unternehmen hat sich im Gelände der Telux gegründet und möchte ins Industriegebiet, wie es hieß. Auf dem 2.097 Quadratmeter großen Grundstück soll ein dreigeschossiges Mehrfamilienhaus mit fünf bis sieben Wohneinheiten gebaut werden und als Musterhaus einem breiten Kundenkreis zugänglich sein. Nach Aussage der Verwaltung erfüllt der Investor mit der Bebauung „ein schlüssiges und langfristig auf Expansion ausgerichtetes Konzept“.

An den Vertrag gebunden ist die Verpflichtung, innerhalb von drei Jahren mit dem Bau zu beginnen. So soll sichergestellt werden, dass der Verkaufszweck erfüllt wird und keine Spekulationen erfolgen. Zudem enthält der Verkauf eine Mehrerlösklausel über mindestens zehn Jahre.

Hermann Holdt (AfD) hatte Bedenken, ob denn die Firma überhaupt schon mal größer gebaut habe. Dem hielt Torsten Pötzsch entgegen: „Wir sollten es optimistisch sehen. Wenn jeder fragt, ob eine Firma schon mal irgendwas gemacht hat, wird es nie was mit der Entwicklung.“

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