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Weiter Notbetrieb in der Rettungsleitstelle

Die technischen Probleme in Dipps waren auch gestern noch nicht gelöst. Die Suche nach der Ursache läuft weiter.

Von Franz Herz

Die Rettungsleitstelle Dippoldiswalde benötigte auch gestern noch Hilfe. Die Technikprobleme am Einsatzleitrechner waren wieder aufgetreten. „Das System läuft immer noch nicht stabil“, sagt Steffen Klemmt, der zuständige Abteilungsleiter im Landratsamt.

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Das Problem: Seit Tagen richten die Techniker die Computer ein und spielen Programme auf. Das System funktioniert aber nur eine Zeit lang, bis es plötzlich ohne Vorwarnung zusammenbricht. So etwas darf nicht passieren, wenn die Leitstelle gerade einen lebensrettenden Einsatz organisiert. Deswegen hat Klemmt weiterhin den Notbetrieb angeordnet. Der bleibt so lange, bis alles wieder zuverlässig läuft.

Notbetrieb bedeutet, dass die Leitstelle über die bekannten Notrufnummern weiterhin erreichbar ist und die Disponenten auch alle Fahrzeuge und Einsatzkräfte erreichen können. Allerdings ist das mit viel mehr Aufwand verbunden. Wo normalerweise zwei Disponenten den Leitstellenbetrieb abwickeln, sind im Notbetrieb fünf Mann erforderlich. Sie dokumentieren beispielsweise jeden Anruf und jeden Einsatz im Detail, aber mit Papier und Stift. Im Regelfall übernimmt der Computer diese Aufgaben.

Die Technikprobleme traten zum ersten Mal in der Nacht zum Dienstag auf und wurden am Mittwoch massiv. Es sah nach einem Hardwarefehler in den Computern aus. Aber auch ein eilends herangeschafftes Ersatzteil löste das Problem nicht. Am Donnerstagnachmittag liefen die Rechner für kurze Zeit, um seither immer wieder in die Knie zu gehen.

Klemmt vermutet jetzt, dass die neu eingebauten Ersatzteile und die Programme der Leitstelle nicht richtig zusammenspielen. Spezialisten einer Firma aus Berlin sind vor Ort und suchen die Lösung. „Sie haben versprochen, nicht eher aus Dippoldiswalde abzufahren, bis die Leitstellenrechner wieder komplett funktionieren“, sagt Klemmt.