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Corona in Dresdner Altenheim: So wird reagiert

Das Virus breitet sich weiter in Senioreneinrichtungen aus. Auch im Krankenhaus gibt es Fälle. Zu einem Heim wurden nun weitere Details bekannt.

Nun gibt es ein Isolations- und Quarantänekonzept.
Nun gibt es ein Isolations- und Quarantänekonzept. © Symbolfoto: Tom Weller/dpa

Dresden. Aktuell gibt es in Dresdner Altenheimen zehn Corona-Fälle. Nach Angaben des sächsischen Sozialministeriums sind zwei Einrichtungen betroffen und darin drei Mitarbeiter und sieben Bewohner. Außerdem gibt es in vier Krankenhäusern Coronafälle. In Summe sind vier Mitarbeiter betroffen. 

Zu einem Heim sind nun weitere Details bekannt. Nach positiven Corona-Tests bei Bewohnern in der Dresdener Seniorenresidenz "In der Alten Mälzerei" in der vergangenen Woche reagierte das Heim. Nun wird dort ein umfangreiches Isolations- und Quarantänekonzept umgesetzt, so Cathrin Förster, Regionalleiterin des Seniorenresidenz-Betreibers. 

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Eine Ausbreitung der Infektion soll so weitgehend verhindert werden. Aufgrund des positiven Tests bei einem Bewohner, der sich im Zuge einer anderen Erkrankung im Krankenhaus befand, leitete das Seniorenzentrum eigenen Angaben zufolge umgehend Vorsorge- und Quarantänemaßnahmen ein. 

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Die Einrichtung veranlasste in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt und der zuständigen Heimaufsicht zusätzliche Tests. Dabei wurden fünf weitere Senioren als Coronavirus-Träger identifiziert, die allerdings bislang keine Symptome zeigten.

"Um gegenseitige Infektionsrisiken weitgehend unterbinden zu können, haben wir in einem Wohnbereich Isolationsschleusen und erweiterte Desinfektionsbereiche errichtet", sagt Cathrin Förster. "Die positiv getesteten Bewohner bleiben somit alle auf ihren Zimmern, werden engmaschig beobachtet und betreut." Auch Bewohner, die Träger des Virus seien, aber keinerlei Symptome zeigten, reagierten mit viel Verständnis.

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Man stehe in ständigem Kontakt mit den Behörden, der auch am Wochenende beidseitig gehalten werde. Ebenso seien die Angehörigen ins Bild gesetzt worden und würden regelmäßig informiert. "Falls sich die Zahl der positiv Getesteten erhöhen sollte, können wir binnen kürzester Zeit auch zusätzlich zu den vorhandenen Schutzmaßnahmen einen völlig separierten Isolations- und Quarantänebereich erstellen. Das hängt allerdings von der weiteren Entwicklung ab. Eine Notwendigkeit wird dann kurzfristig gemeinsam mit den Behörden entschieden", sagt Förster.

Die betroffenen Wohnbereiche wurden als Gesamteinheiten geschlossen, so das Dresdner Gesundheitsamt. Positiv getestete Bewohner würden eine Zimmerversorgung erhalten. Das Personal der betroffenen Wohnbereiche dürfe tätigkeitsbezogen den Trakt nicht verlassen. Besucher oder Fremdfirmen dürfen gar nicht hinein. 

Die Übergabe von Wäschereibedarf erfolgt außerhalb der benannten Bereiche. Die Entsorgungsprozesse und die Speisenversorgung übernimmt das Personal innerhalb der Räumlichkeiten, so das Gesundheitsamt. Die Mitarbeiter tragen die erforderliche Schutzkleidung. Die allgemeinen Hygieneregeln wie Hände sehr oft gründlich waschen und Räume gut lüften, gelten ebenfalls.

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