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Nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer schleppt Volkswagen in Westeuropa enorme Überkapazitäten mit sich herum. Der Konzern werde auch nach der Stilllegung der Golf-Montage im Werk Brüssel um einen weiteren Stellenabbau nicht herumkommen.

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Nach Ansicht des Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer schleppt Volkswagen in Westeuropa enorme Überkapazitäten mit sich herum. Der Konzern werde auch nach der Stilllegung der Golf-Montage im Werk Brüssel um einen weiteren Stellenabbau nicht herumkommen.

In Stückzahlen beziffert der Direktor des Center Automotive Research an der Fachhochschule Gelsenkirchen den Überhang bei VW auf 750000. „Das sind gut zwei Fabriken, wenn man es zusammenzählt, die zu viel an Bord sind“, sagte Dudenhöffer dem ZDF.

Der nächste Schnitt werde vermutlich das Werk im spanischen Pamplona treffen. Dort macht die VW-Tochter Seat dem Konzern seit Jahren Sorgen, weil das Unternehmen nicht in die Gewinnzone kommt.

In Wolfsburg könnten 200000 Fahrzeuge mehr gebaut werden als dies derzeit der Fall ist. Deshalb müsse VW Personal abbauen und Kapazitäten reduzieren.

Nicht nur in Europa ist der Konzern diese Themen angegangen. Bis zum Jahresende streicht VW auch 1500 Arbeitsplätze in seinem größten Werk in Brasilien. Die bei Sao Paulo gelegene Fabrik ist unprofitabel. Bis Ende 2008 sollen sogar 3600 Arbeitsplätze wegfallen. VW unterhält in Brasilien fünf Werke mit derzeit noch 22000 Mitarbeitern. (AP)