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Droht eine weitere B178-Planungsschleife?

84 Stellungnahmen sind nach der Auslage der Planungen für den Abschnitt von Oderwitz nach Zittau eingegangen. Nur zwei befürworten die Trasse.

Noch endet die B178n zwischen Oderwitz und Großhennersdorf.
Noch endet die B178n zwischen Oderwitz und Großhennersdorf. © Archivbild: Rafael Sampedro

Mit dem zumindest von der CDU noch vor der Landtagswahl am 1. September erhofften Baurecht für den B178-Abschnitt Oderwitz-Zittau wird es aller Wahrscheinlichkeit nach nichts mehr: Nach der erneuten Auslage der Planungsunterlagen für die Öffentlichkeit und die Behörden sind laut Landesdirektion Sachsen "39 private Einwendungen beziehungsweise Stellungnahmen und 45 behördliche Stellungnahmen" eingegangen. Nur in zwei der Schreiben wird der Neubau des Abschnitts ausdrücklich begrüßt. Einer davon stammt von der B178-Initiative rund um Michael Hiltscher (CDU) "Aus den Einwendungen zeichnen sich als Schwerpunkte für das weitere Verfahren die Umweltverträglichkeit des Vorhabens sowie die Inanspruchnahme von Flächen landwirtschaftlicher Betriebe ab", heißt es auf SZ-Anfrage aus dem Amt. 

Die Stellungnahmen werden nun geprüft. Wie lange das dauert, kann noch niemand genau sagen. Bei den vergangenen Planungsrunden war zwischen wenigen Wochen und einigen Monaten alles möglich. Danach könnten wieder Gespräche mit den Kritikern anstehen. "Ein Erörterungstermin in Löbau ist wahrscheinlich", heißt es aus der Landesdirektion. Ob tatsächlich und wann genau, steht erst nach der Prüfung fest. Aus diesem Grund kann die Behörde auch für den Fall, dass keine weitere Planungsschleife kommt, nicht sagen, wann sie den Bau genehmigen könnte.

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