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Hoyerswerda

Weitere Modernisierung im WK I

Nach den Arbeiten in der Herrmannstraße im vorigen Jahr bekommt dort nun der dritte Block Balkone angebaut.

Steffen Markgraf,
Petra Scholz und Brigitte Zeschke (v.l.n.r.) von der Wohnungsgesellschaft haben einen Plan, nämlich mehr Balkone.
Steffen Markgraf, Petra Scholz und Brigitte Zeschke (v.l.n.r.) von der Wohnungsgesellschaft haben einen Plan, nämlich mehr Balkone. © Mirko Kolodziej

Hoyerswerdas städtische Wohnungsgesellschaft reißt an der Schweitzerstraße ab und modernisiert den verbleibenden Rest des Hochhauses. Sie will im August nicht nur in der Petersstraße mit dem Umbau eines Viergeschossers beginnen, sondern auch ihr Neubauvorhaben an der Hufelandstraße vorstellen. Diese Woche nun begannen sowohl die Sanierung der Herderstraße 31 bis 37 sowie der Balkonanbau in der Liselotte-Herrmann-Straße 2 bis 10.

Wurden 2017 noch sechs Millionen Euro investiert und waren es im vorigen Jahr acht Millionen, plant das Unternehmen in diesem Jahr mit zehn Millionen. „Da hängt schon mehr Koordinierungsaufwand dran“, sagt Geschäftsführer Steffen Markgraf: „Aber die Kollegen haben signalisiert, dass sie das schaffen.“ Nun hatte die Gesellschaft örtliche Journalisten eingeladen, um die aktuellen Bauarbeiten am Block in der Hermannstraße im WK I zu erläutern. 

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Das Gebäude gegenüber dem Jugendclubhaus ist eines der ältesten in der Neustadt. Bei der Errichtung des Wohnkomplexes ab 1957 wurde zunächst in Großblockbauweise gearbeitet – mit deutlich kleineren Betonelementen als später beim Plattenbau. Rund 30 Prozent der Häuser im Wohnkomplex wurden so errichtet – darunter eben die Herrmannstraße 2 bis 10.

Im Moment hat sie 64 Wohnungen, von denen 20 über Loggien verfügen. Nunmehr werden zwei leerstehende Dachgeschosswohnungen zurückgebaut und die Kellerdecken gedämmt. Zudem gibt es auf der Rückfront einen groß angelegten Balkonanbau. Bis zum Jahresende werden unter anderem Schlosser, Tischler und Dachdecker zu tun haben. Auf 800 000 Euro beziffert die Wohnungsgesellschaft die Investitionskosten. Anders, als die beiden im vorigen Jahr sanierten Nachbarblöcke Herrmannstraße 12 bis 20 und 22 bis 26, wird es nun jedoch keine Mietergärten geben. Begründung: Der hinter dem Haus vorhandene Platz reicht dafür nicht aus.

In den insgesamt fünf Aufgängen stehen derzeit 16 Wohnungen leer. Sie sollen im Zuge des Balkonanbaus nun gleich mit instand gesetzt werden. Die Wohnungsgesellschaft ist in diesem Zusammenhang auch offen für eventuelle Wünsche nach Wohnungszusammenlegungen. Wie üblich werden die Investitionen auf die Miete umgelegt. Man werde aber nicht die möglichen acht Prozent Modernisierungsumlage nehmen, sagt Steffen Markgraf. Die Mieten dürften seinen Worten zufolge um 40 bis 50 Euro steigen, wo gesetzlich vielleicht 100 bis 120 Euro zulässig wären. Die Kalkulation sei so berechnet, dass die Kosten auch langfristig erschwinglich sein sollen. Die Gesellschaft denkt daran, dass gut situierte Kohlerentner weniger werden.