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Weixdorf für den Winter gerüstet

Um effektiver räumen zu können, hat die Ortschaft die Straßen jetzt in drei Kategorien eingeteilt. Vier Mitarbeiter sind im Einsatz.

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Von Hans-Werner Gebauer

Weixdorf ist für die Wintersaison gut gerüstet. Das wurde auf der jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates deutlich. Der Bauhof hat fünf feste Mitarbeiter, vier von ihnen sind im Ernstfall von 4 bis 22 Uhr in zwei Schichten aktiv. Bis zum vergangenen Winter waren noch sechs Zivildienstleistende im Einsatz, die bei starken Anforderungen ihren Mann stehen konnten. Momentan sind diese Stellen nur mit zwei Bundesfreiwilligen besetzt. Einer der beiden Eingesetzten hat nicht mal einen Führerschein, was die Sache noch erheblich erschwert.

Unimog und Multicar vorhanden

Mit den Fahrzeugen Unimog und Multicar ist auch die entsprechende Technik vorhanden. Seitens der Weixdorfer Verwaltungsstelle wurde die Winterdienstvariante optimiert. Es erfolgte eine Klassifizierung der Straßen in A, B oder C. Die C-Straßen und Wege fallen im Sinne der städtischen Ordnung nicht unter die generelle Räum- und Betreuungspflicht. In der Regel handelt es sich um sogenannte Stichstraßen und schmale Zufahrtswege. Auch kleinere Gässchen oder Verbindungswege wären hiervon betroffen. „Auf jeden Fall müssen wir die Anlieger mehr in die Pflicht nehmen“, sagte Weixdorf Ortsvorsteher Gottfried Ecke (CDU).

Insgesamt 35 Kilometer Straßen und Wege umfasst Weixdorfs Gemarkung. Nur die Königsbrücker Landstraße wird überörtlich im Winterdienstgeschehen betreut. Alle anderen Straßen und Wege sind Sache der Ortschaft. Doch nicht in dem Sinne, dass zu 100 Prozent die Winterdienstaufgaben auf allen örtlichen Straßen und Wegen wahrgenommen werden können. Nicht weil das die Weixdorfer nicht wollen oder können. Sie dürfen nicht. Hier geht es um die Winterdienstordnung der Landeshauptstadt. Diese ist ziemlich restriktiv. Abgeleitet aus dem sächsischen Straßengesetz geht man von einer 50-prozentigen Räumung und Unterhaltung aus. Das Andere sollen die Anlieger erledigen. „Wir haben bei der Eingemeindung auch viele Vorteile erfahren“, so Ortsvorsteher Ecke, „der Winterdienst gehört zu den wenigen Nachteilen“.

Die Wintersaison wird es zeigen, ob Weixdorf im städtischen Durchschnitt ankommt, denn „eigentlich macht ihr viel zu viel“, stellte ein Dresdener Verwaltungsfachmann nach dem harten Winter 2010/2011 fest.