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Weixdorfer wollen Informationen

Mitunter erfahren die Weixdorfer erst über Projekte, wenn schon konkrete Planungen vorliegen. Jetzt war es wieder so.

Die Weixdorfer sind verärgert. Erneut liegen detaillierte Pläne vor, doch in der Ortschaft wusste keiner davon. Nicht das erste Mal. Auf diesen Missstand machten die Räte in der jüngsten Sitzung aufmerksam.

Jüngstes Ärgernis sind die Ausbaupläne im Weixdorfer Rathaus. Aktuell wird das Dach saniert, damit sind die Bauarbeiten noch längst nicht abgeschlossen. Die Dresdner Verwaltung will im zweiten Obergeschoss des Rathauses weitere Büroräume schaffen. „Diese können dann vorgehalten werden. Bei Bedarf könnte eine Abteilung nach Weixdorf ausgelagert werden“, hieß es dazu im Ortschaftsrat. Neu ist das nicht, in Klotzsche ist das schon Realität. Das verärgert die Weixdorfer nicht, vielmehr der Umstand, dass alles beschlossen ist, ohne das sie überhaupt mitreden dürfen. „Wenn wir nicht nachfragen würden, würden wir überhaupt nichts erfahren“, macht Weixdorfs Ortsvorsteher Gottfried Ecke (CDU) seinem Ärger Luft. Zumal den Räten noch eine andere Nutzung der Räumlichkeiten im Rathaus vorschwebt. Diese könnten vielleicht an örtliche Vereine vermietet werden, so die Idee. Das ist nicht möglich, zu viele Dinge müssten berücksichtigt werden, wie der Sicherheitsaspekt. Schließlich ist das Objekt ein reines Verwaltungsgebäude. Würden andere, wie Vereinsmitglieder, Zutritt erhalten, müsste unter anderem eine Schließanlage installiert werden. „Zudem wäre eine Refinanzierung der Bauarbeiten durch die Vermietung an die Vereine nicht gegeben“, sagte der zuständige Verwaltungsmitarbeiter in der Ratssitzung. Der Ausbau würde 130 000 Euro kosten. Wann der Baustart erfolgt, ist noch vollkommen offen, denn die Finanzierung ist noch nicht geklärt. Ist das der Fall, können dann erst die Bauarbeiten ausgeschrieben werden.

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Das ihre Idee nicht umgesetzt werden kann, nehmen die Weixdorfer hin, doch ihnen geht es ums Prinzip. Wieder wurden sie nicht rechtzeitig mit ins Boot geholt. Ortsvorsteher Gottfried Ecke verweist auf den Eingemeindungsvertrag, wonach die Weixdorfer über alles rechtzeitig informiert werden müssen, was in der Ortschaft geplant ist. Mitunter gehen Theorie und Praxis auseinander. Im November 2014 gab es auch solch einen Vorfall. Hierbei ging es um die Sanierung des Bahnüberganges an der Königsbrücker Landstraße unweit der im Volksmund genannten Goge. Künftig soll das Rechtsabbiegen nach dem Übergang in die Pastor-Roller-Straße verboten werden. Stattdessen wird das Problem verlagert, alle Autofahrer werden über die enge Pastor-Roller-Straße gelotst. Ein Unding finden Anwohner und der Ortschaftsrat. Hier ist das letzte Wort definitiv noch nicht gesprochen. Die Weixdorfer haben Redebedarf. Das wollen sie auch nutzen. (syg)

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