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Welcher Job ist der Richtige?

Vor allem in der Gastronomie wird Nachwuchs gebraucht. Eine Schule in Ebersbach bereitet ihre Schüler gezielt auf's Berufsleben vor. Sogar ein Minister macht mit.

Symbolfoto
Symbolfoto ©  dpa

Fachkräftemangel - der Begriff macht die Runde, viele Firmen beklagen, dass ihnen geeigneter Nachwuchs fehlt. Die Andert-Oberschule will dagegensetzen - mit ihrem Tag der Unternehmen. Den gibt es am 8. März schon zum dritten Mal an der Schule in Ebersbach. Und das ist die Idee dahinter: Die kleine Messe an der Schule soll Firmen aus der Stadt und der näheren Umgebung und Schüler - also zukünftige Fachkräfte - zusammenbringen. In einem kleinen, überschaubaren Rahmen. Schüler können sich über die Jobs informieren, herausfinden, was ihnen liegt, eventuell sogar gleich ein Praktikum vereinbaren. Die Idee dazu stammte von den Eltern der Schüler, erzählt Schulleiter Norbert Worofka von der Andert-Oberschule. "Es gibt natürlich auch andere, große Berufemessen, das war den Eltern und Schülern aber zu anonym", sagt der Direktor. So entstand der Gedanke, örtliche Firmen einzuladen, damit sie sich und ihre Berufsmöglichkeiten den Jugendlichen vorstellen. "Uns geht es ja auch darum, dass die jungen Leute vor Ort bleiben. Wir brauchen sie hier", so der Schuldirektor. Vor zwei Jahren startete der Tag der Unternehmen mit 23 Firmen, bei der neuesten Auflage am 8. März werden es doppelt so viele sein. Vertreten sind alle Branchen, denn alle Berufszweige können Nachwuchs gebrauchen: Behörden, Handwerk, Gastronomie, Handel, Medizin. Besonders viele Vertreter aus dem Bereich Industrie und Handwerk machen mit, denn in diesen Branchen ist das Oberland traditionell stark. Allein sechs mittelständische Industriebetriebe aus Ebersbach-Neugersdorf machen mit. In der Gastronomie-Branche ist der Nachwuchsmangel besonders schlimm, weiß Schulleiter Worofka von seinen Kooperationspartnern, mit denen die Schule schon länger zusammenarbeitet in Sachen Berufsvorbereitung. Zu ihnen gehört zum Beispiel der Berggasthof "Beckenbergbaude" in Eibau. Mit den Kooperationspartnern pflegt die Schule regen Austausch, Schüler absolvieren dort Praktika. Dass die Gaststättenjobs nicht so beliebt sind, liegt vor allem an den Arbeitszeiten abends und an Wochenenden, so Worofka. 

Die Zusammenarbeit mit den Firmen und auch der Tag der Unternehmen haben derweil schon Früchte getragen. "Praktikantenstellen wurden gefunden und auch Ausbildungsplätze sind entstanden", resümiert Worofka. Der Direktor weiß, was das Problem der Jugendlichen heute ist: "Es gibt unheimliche viele Möglichkeiten und jede Menge Informationen. Da muss man sich entscheiden und erstmal sondieren." Dabei sollen Aktionen wie der Tag der Unternehmen helfen. Bei der Suche nach dem passenden Beruf helfen außerdem Praxisberater, die an der Schule tätig sind sowie die Sozialarbeiter des Internationalen Bund (IB) in Ebersbach. Sie organisieren beispielsweise Betriebsführungen mit den Schülern, damit sie potenzielle künftige Arbeitsstätten kennenlernen.

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Einen besonderen Gast wird die Schule zu ihrem diesjährigen Tag der Unternehmen am 8. März begrüßen können. Der sächsische Kultusminister Christian Piwarz (CDU) nimmt sich am Nachmittag eine Stunde Zeit und wird die Veranstaltung besuchen. 

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