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Weltneuheit im Riesaer Stahlwerk

Feralpi lässt ab nächster Woche eine Anlage errichten, auf die die ganze Betonstahl-Branche schaut.

Da tut sich was in den großen Hallen von Elbe Stahl Feralpi (ESF) in Riesa.
Da tut sich was in den großen Hallen von Elbe Stahl Feralpi (ESF) in Riesa. © Sebastian Schultz/Archiv

Riesa. Am kommenden Montag steuern 14 Sattelschlepper von Glauchau aus das  Feralpi-Stahlwerk in Riesa an. Ihre Ladung wird hier mit Spannung erwartet. Denn es handelt sich dabei um Einzelteile einer neuen Anlage zum Schweißen von Betonstahl-Matten. Sie soll im November in Betrieb gehen. 

Das Besondere an dieser Matten-Schweißanlage ist, dass sie vollautomatisch die Drahtdurchmesser wechseln kann. Wofür bisher mehrere Stunden nötig waren, sollen nach der Fertigstellung lediglich 45 Sekunden vergehen. Das bestätigt Stefan Fritzsche, der Geschäftsführer der Elta Bau GmbH aus Glauchau. 

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Dort wurde die weltweit erste Anlage dieser Art in drei Jahren entwickelt und schließlich gebaut. Er spricht von einer "revolutionären Verkürzung der Produktionszeiten", die durch eine patentierte, neue 3-D-Sensortechnik möglich wurde. 

Drei Millionen Euro investiert Elbe Stahl Feralpi (ESF) für die 90 Meter lange, zwölf Meter breite und bis zu drei Meter hohe Matten-Schweißanlage. "Wir sind damit die Vorreiter", sagt eine Unternehmenssprecherin. 

Diese Drahtringe werden zu Betonstahl-Matten für die Bauindustrie weiterverarbeitet. Mit der neuen Anlage soll das deutlich schneller gehen.
Diese Drahtringe werden zu Betonstahl-Matten für die Bauindustrie weiterverarbeitet. Mit der neuen Anlage soll das deutlich schneller gehen. ©  SZ-Archiv

"Weitere Stahlwerke schauen europaweit mit Interesse auf diese Anlage", weiß Fritzsche. Langfristig könnten damit die Arbeitsplätze in der Glauchauer Firma gesichert sein und  weitere Techniker eingestellt werden.

Die Weltneuheit ist Teil mehrerer Investitionen, die ESF-Werkleiter Christian Dohr bereits Anfang April in der SZ angekündigt hat. 2021 soll außerdem eine Knüppelschweißanlage betriebsbereit sein. Damit können Stahlknüppel endlos lang durchfahren. "Das ist ein komplett neuer Prozess, den wir vorher nicht hatten", so Dohr. Voraussetzung ist der Bau einer neuen Drahtbindestation, die ebenfalls noch in diesem Jahr errichtet werden soll. 

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