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Wendestelle entsteht

Die Straße am Steinbach 1 bis 3 in Etzdorf wird ausgebaut. Am Ende soll jeder Nutzer wenden können. Das Land ist noch privat.

Von Heike Stumpf

Nicht immer ist vermeintliches Gewohnheitsrecht auch ein durchsetzbares Recht. Weil jemand jahrelang ein Wegstück befahren hat, muss das nicht bis in alle Ewigkeit so bleiben. Deshalb ist die Kommune bemüht, bei all ihren Bauvorhaben auch Grundstücksfragen zu regeln. Beim geplanten Ausbau der Straße am Steinbach 1 bis 3 in Etzdorf ist das genauso.

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„Wir wollen am Ende eine Wendemöglichkeit schaffen“, sagte Bürgermeister Bernd Wagner (parteilos), als er das Projekt im Ortschaftsrat vorstellte. Bisher gibt es so etwas auch schon, und gewendet wird mit dem Einverständnis des Eigentümers. „Doch nach einem Verkauf kann das ganz anders aussehen. Deshalb klären wir solche Dinge dauerhaft“, erläuterte der Bürgermeister.

Mit dem Straßenbau soll es außerdem eine Lösung für die mangelhafte Entwässerung geben. Derzeit läuft eine Menge Feldwasser auf die Straße, deren Befestigung aus Mineralgemisch dadurch regelmäßig fortgespült wird. In Zukunft soll es in der Mitte des Weges eine Entlastungsleitung in Richtung Steinbach geben. Die neue Straße erhält einen Asphaltbelag, der nicht so einfach weggeschwemmt werden kann.

Wann genau die Baufahrzeuge anrollen, das kann der Bürgermeister den Anwohnern noch nicht sagen. Die Pläne befinden sich erst noch in der Genehmigungsphase. Da könne es auch noch zu Änderungen kommen, wenn die Behörden Forderungen aufstellen. „Niemand sollte uns also auf Aussagen, die wir jetzt gemacht haben, festnageln“, bat der Gemeindechef.

Während der Bauzeit, das steht schon relativ fest, kann die Straße nur eingeschränkt von Anwohnern genutzt werden. Damit die Familien, die am Steinbach wohnen, trotzdem noch relativ kurze Wege haben, will ihnen der Privateigentümer gestatten, den Weg zwischen Feldscheune und Vierseithof zu nutzen. Dieser müsste nach Bauende wieder so hergerichtet werden, wie er vor Baubeginn ist.

Für den Durchgangsverkehr allerdings soll diese Möglichkeit des Ausweichs nicht bestehen. Eine offizielle Umleitung wird wahrscheinlich über Berbersdorf ausgeschildert.