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Wenige Lehrer lassen sich vom Unterricht befreien

Wegen Corona können Lehrer mit Risikoerkrankung dem Präsenzunterricht fernbleiben. Bislang nutzen das aber nur wenige.

© Sebastian Gollnow/dpa (Symbolbild)

Dresden. Sachsen will die Schulen nach den Sommerferien wieder vollständig öffnen und in den Regelbetrieb zurückkehren. Die Kultusminister der Länder streben dafür, wenn möglich, eine Aufhebung der Abstandsregel an. Das geht aus einem Beschluss der Kultusministerkonferenz hervor. Demnach sollen spätestens nach den Sommerferien wieder alle Schüler regulär nach geltender Stundentafel im Klassenverband oder in einer festen Lerngruppe unterrichtet werden.

Sorgen, dass viele Lehrer wegen des eingeschränkten Infektionsschutzes nicht in der Schule arbeiten wollen, hat Sachsens Schulbehörde aber nicht. An den Grundschulen, die seit dem 18. Mai geöffnet sind, gilt der Mindestabstand schon jetzt nicht. Lehrer mit einer Risikoerkrankung können sich mit einem ärztlichen Attest von der Pflicht des Präsenzunterrichts befreien lassen. 

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Nur wenige machen davon Gebrauch. Von etwa 8.700 Lehrkräften nutzen das 255 Personen, teilt das Kultusministerium mit. Das sind rund drei Prozent der Lehrerinnen und Lehrer an Grundschulen. Zu den Risikoerkrankungen gehören unter anderem chronische Lungenerkrankungen, Diabetes, Leber-, Nieren- oder Krebserkrankungen sowie Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Zusätzlich können sich seit dem 1. Juni alle Lehrerinnen und Lehrer im Präsenzunterricht freiwillig auf das Coronavirus testen lassen. Ein konkreter Verdacht muss dafür nicht vorliegen. Möglich ist ein Test pro Woche, der vom Freistaat bezahlt wird. Mehr als 9.000 Lehrer haben dafür bisher eine Berechtigung bei ihrem Schulleiter beantragt, die dem Arzt vorgelegt werden muss. 

Möglich sind die Tests auch für Referendare und Schulassistenten. Die GEW fordert, solche Tests auch für Erzieherinnen und Erzieher in Kitas und Horten möglich zu machen. Dort müssten alle kommunalen und freien Träger die Kosten für freiwillige Tests übernehmen.

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