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Weniger Geld für Jugendhaus Mareicke

Die Stadt kündigt der Freizeiteinrichtung des Kinderschutzbundes die Streichung von 10000 Euro für dieses Haushaltsjahr an.

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Das Kinder- und Jugendhaus Mareicke in der Vetschauer Straße soll in diesem Jahr mit 10000 Euro Sachkosten weniger auskommen. Dies kündigte die Kommune der Einrichtung an. „Einen endgültigen Bescheid gibt es bisher nicht. Noch ist alles in der Schwebe“, sagt Ulrike Nowaczynski, die Leiterin des Kinder- und Jugendhauses. „Sollte es aber so kommen, dass weniger Fördergeld fließt, müssen vor allem bei den Projekten, bei der pädagogischen Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen, Abstriche gemacht werden.“

Rund 60 Besucher täglich

In der Vergangenheit gestalteten die Mädchen und Jungen Feste wie den Kindertag und andere selbst mit. „Hier konnten sie Verantwortung übernehmen, eigene Ideen verwirklichen“, sagt Ulrike Nowaczynski. Für solche Aktionen würde das Geld künftig nicht mehr reichen. Auch die Werterhaltung des technisch gut ausgestatteten Hauses stünde bei einer Kürzung der Gelder infrage. Der Ballspielplatz beispielsweise müsse dringend erneuert werden.

Es gibt viele Stammgäste, die von der Kindheit bis zum jugendlichen Alter im Jugendhaus an der Vetschauer Straße ihre freien Stunden verbringen. Zwei junge Männer, die das Haus schon als Schüler besuchten, sind jetzt als Ehrenamtliche in der Mareicke tätig. „Ohne die Hilfe der vielen Ehrenamtlichen wäre unsere Einrichtung kaum denkbar“, so Ulrike Nowaczynski.

Seit 2005 ist der Deutsche Kinderschutzbund für die Einrichtung verantwortlich. 2003 waren die Personalstellen von vier auf drei reduziert worden. Jetzt teilen sich vier Mitarbeiter die drei Planstellen. Das Angebot in der Mareicke ist im Viertel viel gefragt. Rund 60 Mädchen und Jungen kommen täglich ins Freizeithaus. Vera Kliemann