merken
PLUS Sachsen

Weniger Sponsoring durch Firmen in Sachsen

Kultur und Sport sind weiterhin die größten Profiteure von wirtschaftlichem Engagement - mit deutlich fallender Tendenz.

Die Semperoper in Dresden war auch 2018/19 der größte Nutznießer von Sponsoring durch die Wirtschaft.
Die Semperoper in Dresden war auch 2018/19 der größte Nutznießer von Sponsoring durch die Wirtschaft. © dpa/Robert Michael

Dresden. Die Bereitschaft von Unternehmen und Privaten, Aktivitäten des Freistaats Sachsen in Form von Sponsoring zu unterstützen, ist deutlich zurückgegangen. Der Wert  der Zuwendungen für die Jahre 2018/19 fiel auf rund 2,4 Millionen Euro. Das ist fast die Hälfte weniger als noch in den Jahren 2016/17. Das geht aus dem am Dienstag veröffentlichten siebten Sponsoring-Bericht der Landesregierung hervor.

Der Großteil des Sponsorings mit etwas mehr als zwei Millionen Euro floss demzufolge an das Staatsministeriums für Wissenschaft, Kultur und Tourismus beziehungsweise an die ihm unterstellten Institutionen. Die Staatlichen Kunstsammlungen etwa durften sich über fast 400.000 Euro von der Sparkassen-Finanzgruppe freuen. 60.500 Euro kamen von der Hongkonger Stiftung Bei Shan Tang.

TOP Deals
TOP Deals
TOP Deals

Die besten Angebote und Rabatte von Händlern aus unserer Region – ganz egal ob Möbel, Technik oder Sportbedarf – schnell sein und sparen!

Semperoper profitiert vom Sponsoring am meisten

Größter Profiteur vom kulturellen Engagement der Wirtschaft war jedoch wie schon in den Vorjahren die Semperoper. Höhere fünf- und sechsstellige Summen flossen von der Ostdeutschen Sparkassen-Gruppe, dem ostsächsischen Labordiagnostik-Hersteller Euroimmun, vom Uhrenproduzenten Lange & Söhne sowie von der Radeberger Gruppe. Auf rund 20.000 Euro beziffern die Verfasser des Berichts die gesponserten Catering-Leistungen vom inzwischen geschlossenen Spitzenrestaurant Bean & Beluga. Die Volkswagen AG ließ sich vertraglich zusichern, dass ihr Sponsoring an die Oper nicht offengelegt wird.

Über zahlungskräftige Pferdefreunde durfte sich die Sächsische Gestütsverwaltung in Moritzburg freuen. Je 8.000 Euro kamen von der Autozentrum Dresden GmbH & Co. KG (Audi) sowie von der Gräfendorfer Geflügel- und Tiefkühlfeinkost Produktions-GmbH im nordsächsischen Mockrehna, die derzeit mit 25 auf Corona positiv getesteten Mitarbeitern Schlagzeilen macht. Die AOK Plus sowie das Dresdner Steuerberatungs- und Wirtschaftsprüfungsunternehmen Schneider + Partner investierten fünfstellige Summen in den Jugendsport.

Sämtliche Sponsoring-Einnahmen machen jedoch nur 0,006 Prozent des sächsischen Gesamthaushaltes für das Doppeljahr 2018/19 aus.

Mehr zum Thema Sachsen