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Weniger Straftaten in Mittelsachsen

Um knapp zwölf Prozent ist die Kriminalität sachsenweit zurückgegangen. Doch das bedeutet nicht nur Gutes.

Handschellen werden derzeit nur selten gebraucht.
Handschellen werden derzeit nur selten gebraucht. © Symbolfoto/Archiv/Sven Hoppe/dpa

Mittelsachsen. Die Corona-Krise hat auch positive Nebeneffekte. Denn sie führt zu einem Rückgang der Straftaten. Das bestätigte Andrzej Rydzik, stellvertretender Sprecher der Polizeidirektion (PD) Chemnitz. Seit der Einführung der Schutzmaßnahmen im Freistaat ab dem 16. März sei, nach einer Auswertung des Landeskriminalamtes Sachsen, die Kriminalität im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um zwölf Prozent gesunken.

 „Wenn man die Verstöße gegen das Infektionsschutzgesetz beziehungsweise die Corona-Schutz-Verordnung unberücksichtigt lässt“, ergänzte Rydzik.

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Die Straftaten nach dem Infektionsschutzgesetz seien infolge der Schutzmaßnahmen zunächst angestiegen. Auch in der Region Döbeln hatte es diesbezüglich einige Verstöße gegeben. Doch seit Ende März gingen auch diese Straftaten wieder zurück. „Aktuell werden nur noch wenige Fälle registriert – insbesondere im Zusammenhang mit Versammlungen und deren weiterhin untersagten Ansammlungen“.

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Der Rückgang der Kriminalität betreffe alle Bereiche, wenn auch in verschiedenem Ausmaß, so der stellvertretende Sprecher weiter. Um knapp ein Drittel haben sachsenweit die Einbrüche nachgelassen. 

Es werden weniger Wohnungseinbrücke und Diebstähle von Kraftwagen jeder Art angezeigt. Es gibt weniger Diebstähle aus Dienst-, Büro-, Fabrikations-, Werkstatt- und Lagerräumen. Um 15 Prozent gesunken sind die Körperverletzungsdelikte.

Sogar um rund 40 Prozent abgenommen haben Delikte in Zusammenhang mit häuslicher Gewalt. Doch das muss kein gutes Zeichen sein. Denn: „Häusliche Gewalt wird oft nicht durch die Opfer, sondern durch Dritte wie Freunde, Kollegen, Lehrer, angezeigt“, erklärt Rydzik. Da der Zugang zu den in diesem Fall wichtigen Bezugspersonen eingeschränkt war und ist, sei von einer erhöhten Dunkelziffer auszugehen.

Aber es gibt auch Deliktbereiche, in denen es aktuell einen Anstieg gab. So zum Beispiel bei den Betrugsdelikten. Doch das habe nichts mit der Corona-Krise, sondern vielmehr mit einer statistischen Anpassung zu tun.

 „Seit dem 1. Januar 2020 werden auch Auslandsstraftaten sowie Delikte mit unbekanntem Tatort, also die Umsetzung erfasst, sofern der strafrechtliche Erfolg der Tat in Deutschland eintritt“, informiert der Sprecher.

Konkrete Zahlen für die Region Döbeln konnte Rydzik nicht nennen. „Sicher gibt es regionale und lokale Unterschiede in den einzelnen Deliktbereichen. Die Grundaussagen haben jedoch für unseren Zuständigkeitsbereich bestand.“

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