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Weniger US-Truppen zum Defender-Manöver

Vorerst werden keine weiteren Soldaten aus Amerika nach Europa verlegt. Was das für den Truppenübungsplatz Oberlausitz bedeutet, ist aber noch offen.

Ketten- und Radfahrzeuge der US-Armee werden im Rahmen Großübung „Defender Europe 20“ in Bremerhaven ausgeladen und von zwei US-Soldaten bewacht.
Ketten- und Radfahrzeuge der US-Armee werden im Rahmen Großübung „Defender Europe 20“ in Bremerhaven ausgeladen und von zwei US-Soldaten bewacht. ©  dpa

Die Verbreitung des Corona-Virus in Europa hat nun auch Auswirkungen auf die multinationale Verlegeübung „US Defender Europe 2020“. Nach aktuellen Angaben reduzieren die US-Streitkräfte den Truppenumfang für das Manöver. So sollen über die rund 5.500 US-Soldaten hinaus, die bereits in Europa sind, keine weiteren Einheiten aus den Vereinigten Staaten hierher verlegt werden.

Für der Freistaat Sachsen könne dies Auswirkungen auf die bereits angekündigten Truppentransporte in der 12. und in der 17. Kalenderwoche haben, teilte das Landeskommando Sachsen der Bundeswehr mit. Es sei davon auszugehen, dass diese Transporte reduziert werden und somit die zu erwartenden Beeinträchtigungen auf Sachsens Straßen geringer als geplant ausfallen.

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Ursprünglich sollten sich ab Mitte März und nach Ostern 3.000 amerikanische Soldaten mit rund 1.500 Fahrzeugen durch Sachsen bewegen. Ab der 12. Kalenderwoche, also der nächsten Woche, sollte der erste Teil von ihnen auf dem als Servicepunkt eingerichteten Truppenübungsplatz Oberlausitz rasten und übernachten. Wie viele Soldaten das nach der Reduzierung am Ende tatsächlich sein werden, war am Freitag noch offen.

Bundeswehr unterstützt weiterhin

Vielmehr heißt es aus dem Landeskommando Sachsen: „Die Bundeswehr unterstützt die Entscheidung zur Reduzierung des Übungsumfangs aus Sorge um die Gesundheit der eigenen Soldaten, der beteiligten Nato-Bündnispartner und der Bürgerinnen und Bürger.“

Man nehme die Verbreitung des Corona-Virus in Europa ernst und sei zuversichtlich, mit den getroffenen Maßnahmen zur Reduzierung der Truppenstärke einer weiteren Verbreitung des Corona-Virus vorbeugen zu können.

Gleichzeitig werde alles unternommen, die Einsatzbereitschaft der eigenen und verbündeten Kräfte zu gewährleisten. Die Bundeswehr werde ihre Unterstützung für die Übung „US Defender Europe 2020“ im sächsischen Frankenberg sowie im Landkreis Görlitz und auf dem Truppenübungsplatz Oberlausitz auch weiterhin sicherstellen und sich dabei an den veränderten Anforderungen der beteiligten US-Streitkräfte orientieren.

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