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Wenn das Zollhaus zum Tollhaus wird

Die Blätter fallen von den Bäumen, die ersten Schneeflocken rieseln herab – und selbst die Buchstaben stürzen von den Wänden. Diesen Eindruck bekommt man schon bei einem ganz kleinen Spaziergang durch Bautzen.

Die Blätter fallen von den Bäumen, die ersten Schneeflocken rieseln herab – und selbst die Buchstaben stürzen von den Wänden. Diesen Eindruck bekommt man schon bei einem ganz kleinen Spaziergang durch Bautzen. An einer Stelle hat die Schwerkraft ziemlich hintersinnig zugeschlagen: An einer Fassade neben der Heilig-Geist-Brücke prangt groß die Aufschrift „Zum Weh“. Und wer sich noch dran erinnern kann, was die Flut 2010 mit der Gaststätte „Zum Wehr“ angerichtet hat, kann das nachvollziehen. Mit braunen Spreefluten in der Gaststube hat man Grund zur lauten Weh-Klage. Nicht umsonst ist das Lokal seitdem geschlossen.

Wenige Schritte weiter trifft der Buchstabenschwund nicht ganz so den Kern der Sache. Oberhalb des Lindenbergs wurde aus dem „Zollhaus“ das „ollhaus“. In meiner norddeutschen Heimat meint „oll“ etwas Altes, Vergammeltes. Das trifft auf die Gaststätte „Zum Zollhaus“ ganz bestimmt nicht zu. Dort kann man gut zum Mittag einkehren oder im Sommer sein Bier auf der Terrasse trinken. Das Einzige, was oll wirkt, ist die lückenhafte Beschriftung der Fassade. Vielleicht kann man da was machen – und das Z wieder an den richtigen Platz rücken. Bevor ein Spaßvogel dem „ollhaus“ ein T verpasst. Ihr Landstreicher

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