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Wenn der Hummer aus der Haut fährt

Gerd Kastenmeier begeistert mit Bratwurst aus rohem Hummerfleisch amerikanische Gourmets.

Von Nadja Laske

Wie zieht man einem Hummer den Panzer über die Ohren? Gerd Kastenmeier hat den Dreh raus. „Hier in Deutschland müssen Hummer gegart werden, doch in Amerika gibt es ein ganz neues Verfahren“, erzählt der Spitzenkoch. Dabei werde der Hummer „ganz schonend“ gekühlt, bis er seinen letzten Seufzer tut, und dann in einer Unterdruckkammer aus seiner Kruste gejagt. Peta lässt grüßen, doch die Gourmet-Welt ist begeistert: „So gewinnt man rohes Hummerfleisch, das ganz neue Möglichkeiten der Zubereitung eröffnet“, schwärmt Kastenmeier.

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Das Hummerhäuten hat sich ein amerikanischer Hummerproduzent ausgedacht, der zu einem weltweiten Contest rief, um sein Novum bekannt zu machen. Gerd Kastenmeier war dabei und kreierte eine Hummer-Bratwurst. Angerichtet auf feinem Champagnerkraut, mit Hummertartar und Hummer-Rührei an Kaviar überzeugte sie die Juroren, sodass der Dresdner Restaurantchef im August zum Finale in die USA reist. Dort tritt er gegen Champions aus Hongkong, Asien, den USA und Maine an, um den Weltmeistertitel zu holen.

Bratwurst vom Hummer aus Deutschland, gemacht von einem kernigen Bayern wie Kastenmeier – ein cleveres Spiel mit Klischees. Da war der Erfolg wohl programmiert. Die Idee gefiel auch Marko Wegat, Inhaber des Porsche Zentrums Dresden. Er ließ kurzerhand einen Porsche Panamera Hybrid mit einem leuchtenden Hummer bekleben und benannte ihn in „Hummera“ um.

Der 380-PS-Schlitten ist nun ein halbes Jahr lang für Gerd Kastenmeier unterwegs. Der hat ohnehin eine Schwäche für schnelle Autos und bietet seinen Restaurantgästen zudem einen besonderen Service: Wenn‘s mal wieder ein Gläschen Wein mehr war, lässt er sie nach Hause chauffieren. Dafür rollt nun der Hummera vor.