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Wenn der Müll überquillt

Am Wohnpark am Ziegelwall sind die Tonnen voll mit Verpackungen und Abfall. Das verärgert die Bewohner. Die SZ hat nachgefragt.

© privat

Von Frances Scholz

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Die Gelbe Tonne ist übervoll. Beim Biomüll sieht es nicht besser aus. Dort liegen die Müllsäcke auf der Tonne. Und in den Behälter für Pappe und Verpackungen geht auch nichts mehr rein. Dort lagert der Müll sogar schon davor. Dieses Bild bekommen die Bewohner am Wohnpark am Ziegelwall. „So sieht es immer aus. Nur ab und zu gibt es kurze Unterbrechungen, wo es genügend Platz für den Müll gibt“, sagt ein Bewohner und SZ-Leser, der seinen Namen nicht nennen möchte. Weil der Müllplatz so voll ist, bringt er seinen Abfall bereits woanders hin. „Wir schaffen das Altpapier extra weg, weil der Deckel der Papiertonne gar nicht mehr zu geht.“

Die Wohnungsbaugenossenschaft Einheit Bautzen hat den Wohnpark am Ziegelwall erst im vergangenen Frühjahr fertiggestellt. Insgesamt 43 Wohnungen hat die Anlage an der Ziegelstraße. Das Müllproblem ist den Verantwortlichen bekannt. „Es gab eine Anfrage von einer Anwohnerin, ob man nicht eine zusätzliche Gelbe Tonne beantragen kann“, sagt André Hassa, Vorstand für den technischen Bereich bei der Wohnungsbaugenossenschaft Einheit. Diese hat das Unternehmen sofort beantragt. „Leider wurde der Antrag abgelehnt“, sagt André Hassa.

Ob der Wohnpark eine weitere Tonne bekommen darf, entscheidet der Entsorger. „Grundsätzlich muss schlüssig sein, warum es zu Änderungen kommt und plötzlich eine weitere Tonne gebraucht wird“, erklärt Gernot Schweitzer, Sprecher des Landratsamtes Bautzen.

Außerdem sei die Entsorgung der Gelben Tonne für die Bürger kostenfrei. „Da muss man schauen, dass nicht unnötig mehr Müll entsteht.“ So landet oft auch Material in der Gelben Tonne, was nicht hinein gehört. Und das wird bei der anschließenden Sortierung für das Entsorgungsunternehmen teuer. „Es kann aber auch sein, dass jetzt durch die Weihnachtsfeiertage einfach mehr Müll entstanden ist“, sagt Gernot Schweitzer. Diesen Fakt vermutet auch André Hassa von der Wohnungsbaugenossenschaft. „Nach den Feiertagen kann es schon an vereinzelten Stellen eng werden“, weiß er. Trotzdem hat die Wohnungsbaugenossenschaft nochmals einen Antrag für eine weitere Gelbe Tonne gestellt. Auch der Tourenplan wurde vor einiger Zeit bereits angepasst. „Es gibt nun anstatt eines vier Wochen Rythmus eine wöchentliche Abholung der Gelben Tonne“, bestätigt Gernot Schweitzer.

Die Wohnungsbaugenossenschaft hofft nun auf die Bewilligung einer weiteren Gelben Tonne. „Wir wollen uns für unsere Mieter einsetzen“, sagt André Hassa. Jetzt müsse man erst mal auf die Rückantwort des Abfallentsorgers warten. „Sofern der Mehrbedarf an Gelben Tonnen nachzuvollziehen ist, werden wir auch darauf drängen, dem nachzukommen“, so Schweitzer.

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