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Wenn der Telekom-Techniker klingelt

Andreas Brettin geht zwischen Meißen, Riesa und Elsterwerda auf Hausbesuch – und ist dabei kaum zu erkennen.

Täglich auf Hausbesuch: Telekom-Servicetechniker Andreas Brettin ist in der Region Riesa/Meißen/ Elsterwerda unterwegs - mit Schutzausrüstung.
Täglich auf Hausbesuch: Telekom-Servicetechniker Andreas Brettin ist in der Region Riesa/Meißen/ Elsterwerda unterwegs - mit Schutzausrüstung. © Telekom

Elbland. Unzählige arbeiten von heute auf morgen im Heimbüro. Schüler bekommen ihre Aufgaben per Email. Für manchen sind Telefonanrufe der letzte Draht zur Außenwelt. In Zeiten der Corona-Ausgangssperre ein gestörter Internet- und Telefonanschluss? Darüber will man lieber gar nicht erst nachdenken.

Und falls doch etwas ist, kommen Spezialisten wie Andreas Brettin. Der 54-Jährige ist in der Region Riesa/Meißen/Elsterwerda im Einsatz. Er gehört zu den 6.000 Servicetechnikern der Telekom, die auch in Corona-Zeiten zu den Kunden nach Hause kommen: Er betritt Kellerräume, Treppenhäuser, Flure und Wohnzimmer. Er verlegt und repariert Leitungen und Anlagen, richtet Router, Fernseher und andere Geräte ein.

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32.000 Einsätze täglich

Kaum ein Handwerker in Deutschland ist dieser Tage so oft vor Ort bei den Kunden wie die Servicetechniker der Telekom. "Sie verbuchen rund 32.000 Einsätze täglich", so das Unternehmen.

"Wir vom technischen Service sind auch in dieser schwierigen Situation vor Ort für unsere Kunden da", sagt Andreas Brettin. Dabei ist allerdings einiges anders als sonst: Der Techniker hat Einweghandschuhe, Mundschutz, Überzieher für die Schuhe und Desinfektionsmittel dabei. Zwischen den Terminen werden die Hände desinfiziert. Damit der Sicherheitsabstand eingehalten wird, brauchen die Kunden derzeit nicht mal den Auftrag unterschreiben. Der Vermerk "#corona" auf dem Dokument ist ausreichend.

Eine Mobilfunkantenne auf dem Dach der Riesaer Sachsenarena. In Zeiten der Ausgangssperre sind Telefon und Internet für viele noch unverzichtbarer als sonst.
Eine Mobilfunkantenne auf dem Dach der Riesaer Sachsenarena. In Zeiten der Ausgangssperre sind Telefon und Internet für viele noch unverzichtbarer als sonst. © Lutz Weidler

Und wie reagieren die Leute, wenn der Telekom-Techniker klingelt? "Zunächst sind sie sehr froh, dass wir trotz der Beschränkungen aufgrund der Corona-Krise unsere Termine vor Ort wahrnehmen", sagt Brettin. "Schließlich ist doch gerade in diesen Zeiten ein funktionierender Anschluss besonders wichtig."

Und die Kunden werden vor dem Termin per Telefon oder SMS vorgewarnt: Damit beide Seiten gesund bleiben, gelten außergewöhnliche Regeln: Kunden sollten vor dem Technikerbesuch die Räume durchlüften und währenddessen mindestens anderthalb Meter Abstand halten. Und sie sollten vorher unbedingt anrufen - wenn jemand im Haushalt in Quarantäne ist, Krankheitssymptome spürt, in den letzten drei Wochen in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu einer infizierten Person hatte. 

"Unsere Techniker rufen Sie kurz vor dem Besuch an. Bitte beschreiben Sie spätestens dann die Situation im Haus", teilt die Telekom mit.

Fast alle Kunden haben Verständnis

Hilfreich wäre es auch, die Telefondose schon vorher freizuräumen, etwa von Möbelstücken, und die Kellerräume aufzuschließen: Das minimiert die Zeit, die der Techniker im Haus verbringt. Und man soll dafür sorgen, dass sich mögliche weitere Personen im Haushalt während der Arbeiten in einem anderen Raum aufhalten.

Ungewöhnliche Zeiten, ungewöhnliche Regeln: Das klappe mittlerweile recht gut, so das Unternehmen. "Fast alle Kunden reagieren sehr verständnisvoll und verhalten sich umsichtig."

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Änderungen bringt die Corona-Pandemie auch abseits der Hausbesuche mit sich: Innerhalb von nur einer Woche habe die Telekom 16.000 Mitarbeiter aus den Servicecentern mit Rechnern und IT ausgestattet, sodass sie jetzt selbst von zu Hause aus arbeiten können. "Das hat in so kurzer Zeit noch kaum ein Unternehmen geschafft", teilt die Telekom mit. 

Telekom-Kundenservice (Privatkunden): 0800 3301000

Telekom-Kundenservice (Geschäftskunden Mobilfunk): 0800 33 02828

Zum Thema Coronavirus im Landkreis Meißen berichten wir laufend aktuell in unserem Newsblog.

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