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Wenn die neue Straße im Nichts endet

GoogleEarth zeigt Hoyerswerda-Bilder aus zwei verschiedenen Jahren verschmolzen zu einem Bild.

Die Schnittkante zwischen neuem und altem Bild verläuft von Nord nach Süd durch die Altstadt, so auch durch das Neubaugebiet Zur alten Elster an der Kolpingstraße.
Die Schnittkante zwischen neuem und altem Bild verläuft von Nord nach Süd durch die Altstadt, so auch durch das Neubaugebiet Zur alten Elster an der Kolpingstraße. © Foto: Uwe Schulz

Hoyerswerda. Wer wissen will, wie es irgendwo auf dieser Erde aussieht, der schaut im Internet bei GoogleEarth bzw. Maps nach und findet je nach Region oder Land detaillierte Ansichten oder gar per Streetview 360-Grad-Bilder aus der jeweiligen Straße. In dünn besiedelten Regionen ist die Auflösung des Bildmaterials meist schlechter. Hoyerswerda befindet sich irgendwo dazwischen. Alle paar Jahre wird das Bildmaterial ausgetauscht. Allerdings passiert das ja nicht auf einen Schlag, sondern nach und nach. Und deshalb gibt es auch Grenzen zwischen alten und neuen Bildern. Die sind freilich nicht scharf umrissen, sondern verlaufen fließend. Eine solche Grenze verläuft bei Google derzeit genau durch Hoyerswerda. Der Google-Nutzer sieht im virtuellen Hoyerswerda Aufnahmen aus verschiedenen Jahren, verschmolzen zu einem Gesamtbild. Was aber wiederum gewöhnungsbedürftig ist, was zum Teil auch daran liegt, dass das alte Bildmaterial eher zur Mittagsstunde senkrecht von oben aufgenommen wurde, das neuere einen deutlich flacheren Winkel hat, man so auch Fassadenteile erkennen kann. Wenn man den Schattenwurf berücksichtigt, ist diese Aufnahme auch am frühen Morgen entstanden.

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Zum Beispiel ist die Hoyerswerdaer Ostumfahrung schon eingezeichnet, auf den Satellitenbildern ist allerdings noch nicht einmal die Trasse geholzt, was 2016 geschah. Im WK X ist das Eigenheimgebiet in der Dürerstraße nur im ersten Bauabschnitt bebaut. An der neuen Oberschule am Rande des WK I hat der Umbau und der damit verbundene Abriss der ehemaligen Turnhalle noch nicht begonnen. Und im WK IV kann man aus der Luft dem Bagger beim Abreißen der Haydnstraße 4-6 zuschauen, was ebenfalls 2016 geschah.

In der Altstadt ist man bei den Bildern hingegen schon im Herbst 2018 angekommen. Jedenfalls zum Teil. Die neue Straßenführung am Neumarkt ist bereits erkennbar, der Parkplatz hingegen ist auf dem Bild noch im Bau. Auch das neue Toyota-Autohaus an der Elsterstraße steht bereits.

Auf dem Eigenheimgebiet Zur alten Elster, da, wo einst die POS „Juri Gagarin“ stand, fällt die Schnittstelle besonders auf. Man sieht einerseits eine große unbefestigte baustellenartige Fläche und andererseits schon ein Stück fertig gebaute Straße, die im Nichts endet. Genau hier gehen beispielsweise die alten und die neuen Satellitenbilder ineinander über. Und zwar ziemlich genau von Nord nach Süd. In Dörgenhausen sieht man bei GoogleEarth derzeit beispielsweise die Ortsdurchfahrt als Baustelle irgendwann im Herbst 2018, derweil auf der Niederschlesischen Magistrale bei Lohsa noch kein Meter Schiene liegt. Hier wird noch am Unterbau gewerkelt. Aber auch am Geierswalder See ist rund um den Leuchtturmkomplex noch nichts von dem Baugeschehen zu erkennen, das seit vielen Monaten das Geschehen vor Ort prägt. Es ist also nicht von Ost nach West neu fotografiert worden. Es gibt eben nur im Bereich der Altstadt das neue Bild, das sich aber auch bis nach Seidewinkel zieht. Nördlich davon verläuft die Bildgrenze genau über ein Feld, das so in unterschiedlichen Bearbeitungszuständen zu sehen ist. Wer die Google-Dienste nutzt, weiß, dass das so ist und dass es sich lohnt, regelmäßig mal nachzuschauen, ob sich etwas geändert hat. Denn letztlich kann man nie sicher sein, wann Google an welcher Stelle neues Bildmaterial einpflegt.