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... wenn es dem Nachbarn nicht gefällt

Jetzt leuchten überall Lichter, am Kranz, in den Fenstern und im Vorgarten. Viele Leute lieben es, ihre Häuser, Tannen und Fichten mit Lichterketten oder -netzen zu verschönern. Aber das gefällt nicht...

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Von Iris Schmidt

Jetzt leuchten überall Lichter, am Kranz, in den Fenstern und im Vorgarten. Viele Leute lieben es, ihre Häuser, Tannen und Fichten mit Lichterketten oder -netzen zu verschönern. Aber das gefällt nicht jedem, wie Dieter Arnold, amtierender Chef im Polizeirevier Radeberg, weiß. Er gab beim Bilanzgespräch mit der SZ über das Geschehen die vergangene Woche zu Protokoll:

Lichterkette demoliert

In Bretnig-Hauswalde stellte ein Hausbesitzer enttäuscht fest, dass seine Lichterkette zum 1. Dezember zerstört wurde. Er wollte sein Grundstück mit Hilfe einer Fichte im Vorgarten festlich schmücken. Aber das war wohl nichts. Mancher baut Aggression ab, indem er solchen Weihnachtsschmuck demoliert. „Es kann der Frömmste nicht in Frieden leben...“, fällt einem in diesem Zusammenhang ein.

Kühe eingefangen

Die Beamten des Reviers werden nicht nur zu Unfällen und Einbrüchen gerufen, so Arnold. Am 4. Dezember erreichte sie ein Notruf aus der Mittelsbacher Straße in Pulsnitz. Dort hatten sich Kühe auf Wanderschaft begeben, waren ausgebüchst. Sofort machten sich die Polizisten auf den Weg. Dort eingetroffen, brauchten sie sich jedoch nicht mehr als Tierbändiger betätigen, denn der Besitzer trieb die Kühe gerade in den Stall zurück. Vielleicht meinten sie ja – Sie erinnern sich an die frühlingshaften Temperaturen noch vor einer Woche – es sei wieder an der Zeit auf die Weide zu traben. Dieser Ausbruchsversuch verlief also glimpflich.

Spiegel abgebrochen

Vier Straftaten betrafen in der vergangenen Woche abgestellte Autos. Der Lack wurde mit spitzen Gegenständen angekratzt und Spiegel abgebrochen. Ähnliches passierte auch einem Radeberger, der sein Auto in der Schönfelder Straße geparkt hatte. In diesem Fall wurde ein Scheibenwischer abgebrochen.

Geldbörse geklaut

„Die Weihnachtszeit ist Einkaufszeit und auch Langfingerzeit“, sagt Hauptkommissar Dieter Arnold. Gerade im Advent sollte das niemand unterschätzen. In der Mittagszeit am Nikolaustag wurde einer Dame aus der Handtasche das Portemonnaie gemaust. Sie saß in einem Zug, wollte nach Dresden und hatte rund 70 Euro dabei. „Aber nicht nur das Geld war in der Börse, auch Kreditkarten und die Kennkarte – alles schön beieinander“, schildert Dieter Arnold die Straftat. Hoffentlich hat die Radebergerin rechtzeitig alle Konten gesperrt, damit der Verlust nicht noch größer wird.

Tür besprüht

In Radebergs Ortsteil Ullersdorf staunte der Besitzer einer Garage nicht schlecht, als er am vergangenen Sonntag mit seinem Auto vom Grundstück fahren wollte. Die Garagentür war unbemerkt mit Farbe besprüht worden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen, denn es handelt sich um den Straftatbestand einer Sachbeschädigung.

Neben den rund 60 Straftaten, von denen mehr als die Hälfte Eigentumsdelikte waren, ereigneten sich in der vergangenen Woche auch 35 Verkehrsunfälle, bei denen fünf Personen verletzt wurden.